Die Alte Gutsscheune: leicht mediterran

Heute sind wir bei Armin Brummer in der Alten Gutsscheune bei Markt Indersdorf zu Besuch.

Kein Haus in Sicht. Nur die grüne Rasenfläche des Golfparks Gut Häusern, auf der ein paar Herren in aller Ruhe ihre Bälle einlochen. Wir sitzen an einem sonnigen Herbstnachmittag auf der Terrasse der Alten Gutsscheune. Erst als wir unseren Blick ein bisschen nach links streifen lassen, entdecken wir hinter einem Hügel eine Kirchturmspitze und erahnen ein paar Häuserdächer. Wir lehnen uns in den gepolsterten Stühlen zurück. Da kommt schon unser Essen: Thai-Curry von der Hähnchenbrust mit Kokosmilch, Zitronengras, buntem Gemüse und Basmatireis (für 12,60 Euro).

"Unsere Küche ist durchgehend geöffnet", sagt der sympathische Küchenchef Armin Brummer. Wem nachmittags nur nach einem Happen oder Imbiss ist, der findet auf der Speisekarte auch bekömmliche Schmankerl-Teller. "Die Golfer am Nachmittag essen gerne nur eine Kleinigkeit." Für Hungrige wie uns gibt es sowohl bayerische als auch internationale Küche, zum Beispiel: Herbstliche Blattsalate mit Maishähnchenbrust und Champignons (9,80 Euro), Pfeffersteak von der Ochsenlende (14,90 Euro) oder Steinbeißerfilet auf Hummer-Cognacsauce mit Blattspinat und Tagliatelle (15,50 Euro). Obwohl Brummer seinen Gästen ganztags warme Küche bietet, laufen am Wochenende dennoch alle Gäste zur selben Zeit ein. "Wenn es dunkel wird, kommen sie aus allen Löchern."

Vor vier Jahren wurde die Gutsscheune in ein vornehmes Clubhaus-Restaurant umgebaut. Einzig an den Holzbalken kann man noch erkennen, dass hier früher viele Meter hoch Stroh und Heu gelagert wurde. Der Gastraum ist jetzt wunderbar hell und "leicht mediterran" hergerichtet, wie Brummer seine Einrichtung beschreibt. Durch Dachfenster und die Fensterfront fällt viel Licht auf die etwa 220 Plätze. Gerade in den düsteren Wintermonaten, wenn man sich nach der Sonne sehnt, wäre sonntags jeder Platz besetzt. Ab dem 4. November von 10.30 bis 15 Uhr tischen Brummer und seine Kollegen Stefan Klessinger und Herbert Huber ihren exquisiten Brunch auf (pro Person 27,50 Euro). Es gibt Meeresfrüchte oder geräucherten Lachs, drei Hauptgänge und vor Weihnachten Gerichte mit Ente oder Gans. "Vor allem auch Familien frühstücken gerne bei uns", erzählt der Küchenchef. Bis nach München habe sich der Brunch rumgesprochen. Reservieren sollte man daher auf alle Fälle.

2004 bezog Armin Brummer sein Quartier in der Alten Gutsscheune. Ein Unbekannter ist er im Landkreis Dachau nicht, stammt er doch aus dem Landgasthof Brummer im nahe gelegenen Großinzemoos. "Bei uns in der Familie kocht jeder", sagt Brummer. "Der Landgasthof ist der Betrieb meiner Eltern, und auch mein Bruder ist Koch."

Für Armin Brummer, der schon als Elfjähriger bei Tanzveranstaltungen seiner Eltern hinter dem Tresen stand, war immer klar: "Ich will einmal in der Gastronomie landen." Um sein Handwerk perfekt zu erlernen, absolvierte Brummer nicht nur seine Lehre zum Koch in München, sondern ließ sich anschließend noch zwei Jahre lang zum Hotelbetriebswirt in Altötting ausbilden.

Wie sieht es bei ihm mit dem Golfen aus? "Wenn es die Zeit zulässt, spiele ich begeistert", antwortet Brummer und schiebt gleich schmunzelnd hinterher: "Also eher selten. Heuer hatte ich noch keinen Schläger in der Hand." Es gibt so viel zu tun: kochen für Hochzeiten, Familienfeste, Golfturniere, Firmenfeiern oder für uns Ausflügler aus München.

Alte Gutsscheune

Adresse:

Häusern 2, 85229 Markt Indersdorf, 08139/ 995 133.

Hinkommen:

Mit dem Auto von München aus durch Dachau, Hebertshausen, Ampermoching, Lotzbach bis nach Röhrmoos. Von dort aus weiter nach Großinzemoos und Straßbach. In Straßbach geht es rechts nach Gut Häusern. Das Clubhaus-Restaurant liegt direkt neben dem Golfplatz.

Öffnungszeiten:

In der Alten Gutsscheune gibt es keinen Ruhetag. Die Küche ist durchgehend von März bis Dezember geöffnet.

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