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Backkakao mit Kakao ersetzen? Mit diesem Tipp schmeckt der Kuchen trotzdem

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Von: Anne Tessin

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Schokoladenkuchen halb gegessen
Für Schokoladenkuchen brauchen Sie Backkakao, aber ist Trinkkakao eine Alternative? © Anne-Sophie Bost/Imago

Keinen Backkakao im Haus und trotzdem Lust auf Schokoladenkuchen? Sie können Trinkkakao als Backkakao-Ersatz verwenden, aber diesen Rezeptfehler müssen Sie vermeiden.

In vielen schokoladigen Rezepten findet sich in der Zutatenliste Backkakao. Aber was, wenn der Schokohunger groß ist und Sie nur Trinkkakao im Haus haben? Kann man statt Backkakao auch normalen Kakao nehmen? Ja, wenn Sie eine Kleinigkeit beachten. Dazu müssen Sie wissen, was eigentlich der Unterschied zwischen Kakao und Backkakao ist.

Ist Kakao und Backkakao das gleiche?

Die Frage, ob es sich bei Kakao und Backkakao um dasselbe handelt, ist schnell und eindeutig beantwortet: nein. Backkakao ist der pure Kakao und wird ganz ohne Zucker oder andere Zusatzstoffe hergestellt. Er schmeckt sehr intensiv nach Schokolade und hat ein dunkle Farbe. Der pure Kakaogeschmack ist leicht bitter.

Es gibt stark entöltes und schwach entöltes Kakaopulver. Schwach entöltes Kakaopulver enthält noch etwa 20 Prozent Restfettgehalt, also Kakaopulver, und schmeckt besonders intensiv und aromatisch. Es eignet sich deshalb besonders gut zum Backen. Stark entöltes Kakaopulver enthält noch etwa 8 Prozent Kakaobutter und ist etwas milder, aber dadurch auch weniger intensiv im Geschmack. Auch mit stark entöltem Kakaopulver können Sie backen, aber der Geschmack wird weniger schokoladig sein.

„Normaler“ Kakao, also Trinkkakao, wird dagegen mit Zucker und je nach Hersteller eher wenig echtem Kakao hergestellt. Außerdem finden sich in solchem Kakaopulver häufig Milchpulver und andere Zusätze. Der Geschmack ist dadurch natürlich viel milder und süßer und das Pulver ist leicht löslich. Sie sehen, der Unterschied zwischen Backkakao und Kakao ist deutlich, also kann man Trinkkakao zum Backen benutzen?

Kakaopulver im Test: So erkennen Sie gute Qualität.

Backkakao Ersatz beim Backen: Kann man statt Backkakao auch normalen Kakao nehmen?

Die gute Nachricht ist: Wenn Sie für den leckeren Schokoladenkuchen oder die saftigen Brownies keinen Backkakao im Haus haben, tut es zur Not auch der normale Kakao. Aber Sie müssen etwas beachten: Da Kakao als Trinkkakao schon Zucker enthält – häufig sogar jede Menge – müssen Sie die Zuckermenge im Rezept deutlich reduzieren. Je nach Rezept können Sie den Zucker sogar um die Hälfte kürzen, sonst wird Ihr Schokoladenkuchen viel zu süß. Da Kakao milder und süßer als Backkakao schmeckt, werden besonders Kinder begeistert von dem Ersatz sein. Aber geht es auch anders herum? Kann man zum Beispiel einen schönen warmen Kakao aus Backkakao machen?

Trinkkakao selber machen: So machen Sie Trinkkakao aus Backkakao

Backkakao gilt als sehr gesund. Er enthält viele Vitamine, Eisen, Calcium und Magnesium und dabei nur etwa ein Prozent Zucker. Wenn Sie deshalb von industriell gefertigtem Kakaopulver auf selbstgemachtes umsteigen wollen, gelingt dies ganz leicht mit diesem Rezept:

Füllen Sie die beiden Zutaten in ein luftdicht verschließbares Gefäß und schütteln Sie kräftig durch, damit sich der Puderzucker und der Backkakao gut vermischen können. Kühl und dunkel gelagert hält sich das Pulver so praktisch ewig. Sie können auch eine dieser Zuckeralternativen verwenden und den Kakao so noch kalorienärmer machen.

Einfaches Rezept: Diese himmlischen Naschkugeln mit Kakao machen Sie im Handumdrehen.

Und so machen Sie Kakao mit selbstgemachtem Kakaopulver:

Pro 250 ml Milch brauchen Sie dann etwa anderthalb Esslöffel Kakaopulver. Aber Achtung: Backkakao löst sich deutlich schlechter auf als kakaohaltiges Getränkepulver. Die Mischung lässt sich leichter in warme Flüssigkeit einrühren, aber am besten funktioniert es, wenn Sie das Pulver mit der Milch aufkochen. (ante) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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