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Die neue Chefin Claudia Lahm mit Ex-Chef Till Hofmann

Till Hofmann übergibt das Ringelnatz

Café Ringelnatz bekommt neue Chefin

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München - Das Ringelnatz war keine Schickimicki-Party-Schwabing-Stube, sondern was für die künstlerische Klientel. War? Richtig, war: Denn es gab einen Besitzerwechsel.

Das Ringelnatz war keine Schickimicki-Party-Schwabing-Stube, sondern was für die künstlerische Klientel. War? Richtig, war: Denn Till Hofmann, der u. a. das Lustspielhaus und die Lach & Schieß betreibt, hat sein Café in der Haimhauser Straße dicht gemacht. „Das war eine kurzfristige Aktion“, so Hofmann. Schon Anfang Oktober soll hier ein neuer Laden aufmachen – und keine Angst, auch in der Brasserie La Bouche sind die Ringelnatzer herzlich willkommen, beteuert die neue Betreiberin, Claudia Lahm (55).

Lahm betreibt ihr Restaurant La Bouche im Glockenbach – noch. Das läuft zunächst noch parallel, aber eine deutliche Pacht-Erhöhung treibt Lahm nach Norden ins Herz Schwabings. Dort, in der Haimhauser Straße, läuft die Pacht erst einmal zehn Jahre mit zwei mal fünf Jahre Option auf Verlängerung. „Die Brasserie wird keine Schickimicki-Bude, wie es das Restaurant La Bouche ja auch nicht ist“, sagt Lahm der tz. „Wir bieten französische, ländliche Küche. Zudem wird im neuen Restaurant ganztägig Gastronomie angeboten – vom Frühstück über Mittagstisch bis zur Abendkarte.“ Man kann hier ebenso zum schnellen Kaffee wie zum gemütlichen Speisen eintreffen.

Derzeit wird renoviert. Und wenn alles fertig ist, soll das Ringelnatz-Konzept weiterhin greifen. Lahm sagt: „Ich hoffe, das Lokal im Sinne von Till Hofmann weiterzuführen.“ Soll heißen: Im Keller werden weiterhin Kultur-Veranstaltungen über die Bühne gehen – derzeit, so Lahm, probt gerade das Lach-und-Schieß-Ensemble im Untergrund. Die Beziehungen hat Lahm ohnehin – nicht nur über Hofmann, denn die 55-Jährige macht auch für Hofmanns Milla-Club das Künstler-Catering.

Mitte August ging’s los mit der Renovierung. Und wie eng Hofmann – der übrigens sagt, dass sein Ringelnatz-Personal bereits neue Jobs hat, auch in seinen Läden – und Lahm zusammenhalten, sieht man auch an unserem Foto. Hofmann, der das Lokal seit 2003 führt: „Ich wollte ja schon länger raus, und jetzt hat das einfach gepasst.“ Eine Win-Win-Situation quasi. Mal schauen, ob es die Münchner auch so sehen.

Matthias Bieber

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