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Was bedeutet eigentlich die Abkürzung "i.Tr." auf der Käsepackung?

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Von: Anne Tessin

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Das "i.Tr." auf der Käsepackung hat einen guten Grund.
Das "i.Tr." auf der Käsepackung hat einen guten Grund. © lipefontes0/pixabay

Wussten Sie, dass der tatsächliche Fettgehalt von Käse meist niedriger ist, als angegeben? Mit der Angabe beim Kürzel "i.Tr." können Sie ihn aber berechnen.

Ist Ihnen auch schon mal das Kürzel "i.Tr." auf der Käsepackung aufgefallen? Wofür steht das eigentlich?

"i.Tr" bedeutet "in Trockenmasse – und was heißt das?

"i.Tr." ist die Abkürzung für "in Trockenmasse". Damit wird es aber nicht verständlicher, oder? Was soll die Trockenmasse denn sein? Das ist die Summe aller Käsebestandteile außer dem Wasser. In manchen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland und Österreich, wird so der Fettgehalt von Käse ausgewiesen. Die Zahl bezeichnet den Massenanteil des Fetts an der Trockenmasse des Käses.

Warum verliert Käse ständig an Gewicht?

Je länger Käse gelagert wird, desto mehr Wasser verdunstet und desto weniger Gewicht hat er. Eine Fettangabe, die sich auf das Käsegewicht bezieht, müsste also ständig geändert werden. Der Fettgehalt würde mit der Zeit ansteigen, deshalb gibt man ihn einfach in Bezug auf die Trockenmasse an.

Der tatsächliche Fettgehalt liegt also immer niedriger als der angegebene Gehalt. Grob überschlagen, beträgt der absolute Fettgehalt etwa die Hälfte des Fettes in Trockenmasse. Ein Weichkäse mit hohem Wasseranteil, wie zum Beispiel Mozzarella enthält also tatsächlich weniger Fett, als ein Hartkäse wie Parmesan.

So errechnen Sie den tatsächlichen Fettgehalt eines Käses

Multiplizieren Sie die Angabe Fett i.Tr. auf der Verpackung mit folgendem Faktor:

Lesen Sie auch: Was bedeutet eigentlich das "℮" neben Liter-Angaben auf Flaschen?

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