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So sieht es aus, das gute Stück Apfelkuchen. 

Beliebtes Küchengeheimnis von 2012

Das ist das einfachste und genialste Apfelkuchen-Rezept

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Oft schreiben uns Leser: Wir brauchen das Apfelkuchen-Rezept, das im August 2012 im Münchner Merkur erschienen ist. Hier ist es. Es ist ein Küchengeheimnis von Erni Rauth aus Krün.

Erni Rauths schneller Apfelkuchen (nach 15 Minuten schiebt sie ihn ins Rohr)

Die Zutaten

  • 1 Tasse Zucker 
  • 1 Tasse Mehl 
  • 1 Tasse geriebene Haselnüsse 
  • 1 Tasse neutrales Öl (zum Beispiel Sonnenblumenöl) 
  • 2 Teelöffel Zimt 
  • 2 Teelöffel Kakao 
  • Backpulver 
  • 4 Eier 
  • 3 bis 4 Äpfel (je nach Größe)

Die Zubereitung

1. Äpfel schälen und in Würfelstücke schneiden. 

2. Die übrigen Zutaten nach und nach in eine Schüssel geben und mit dem Rührgerät mischen. 

3. Zum Schluss die Apfelstücke unterheben.

4. Eine Springform ausfetten und den Teig einfüllen. 

5. Den Ofen vorheizen. Bei Umluft auf 175 Grad.

6. Den Kuchen 55 Minuten backen. 

7. Die Garprobe macht man am besten mit einem Holzstäbchen. Der Kuchen ist fertig, wenn an dem Holzstäbchen nichts kleben bleibt. 

8. Den Kuchen in der Kuchenform abkühlen lassen. Aus der Backform nehmen. 

9. Anschließend mit Puderzucker bestäuben und servieren. Am besten noch mit einem Klecks geschlagener Sahne. 

Das erzählte Erni Rauth 2012 über ihren Apfelkuchen und ihr Lebent

Früher war sie jede Woche in den Bergen. Als junges Mädchen spielte sie Fremdenführerin für die Gäste ihrer Eltern. Montags, wenn die Gaststätte ihrer Eltern Ruhetag hatte, fuhren sie gemeinsam über den Alpenpass nach Südtirol. „Mein Vater saß gerne in den alten Südtiroler Wirtschaften und hat mit den Einheimischen geratscht.“ Jetzt, im Alter, genießt Erni Rauth die Ebene. Von ihrer Terrasse aus sieht sie auf den Karwendel. „Ein einzigartiger Blick“, sagt sie schwärmerisch. Diese Idylle wissen auch ihre Freunde zu schätzen. Oft klingelt das Telefon und spontan kündigen sich Gäste an. Für die gastfreundliche Erni Rauth kein Problem: „Dann stelle ich mich schnell in die Küche und backe einen Kuchen. Mein Apfelkuchen ist in 15 Minuten im Rohr.“ 

Redakteurin Stephanie Ebner sitzt auf der Terrasse der Frau, die das beliebte Apfelkuchen-Rezept verraten hat: Erni Rauth. 

Das Gute an diesem Rezept ist: „Ich habe eigentlich immer alle Zutaten zu Hause.“ Am meisten freut die Gastgeberin, wenn ihre Gäste sie fragen, woher sie das tolle Rezept habe und gar nicht glauben können, dass der Kuchen so schnell geht. Eigentlich kocht Erni Rauth ja lieber – eigentlich nicht verwunderlich, wenn man in einem Gasthaus aufgewachsen ist. Ihr Wissen hat sie von der Großmutter, einer sehr sparsamen Köchin. Diese habe aus nichts wahre Menüs gezaubert. „Ohne die heute üblichen Kinkerlitzchen.“

Im Stil ihrer Großmutter kocht Erni Rauth. Kochbücher sucht man bei ihr jedoch vergeblich. „Am liebsten koche ich nach Gefühl.“ Trotzdem wollte sie als junges Mädchen nichts wie weg: „Mein Traumberuf war Stewardess. Ich wollte in die Ferne reisen.“ Doch da spielten Erni Rauths Eltern nicht mit. Diese wollten, dass ihre Erni im Gasthaus mitarbeiten sollte und steckten ihre Tochter in die Berufsschule für Haushalt. Doch da spielte wiederum Erni nicht mit: „Ich bin da einfach nicht hingegangen.“ Dieser Satz klingt auch nach all den Jahrzehnten heute noch etwas trotzig. Stattdessen besuchte das junge Mädchen die Berufsschule für Metzger. „Das hat mir einfach mehr Spaß gemacht“, erzählt die selbstbewusste Frau. Doch irgendwann flog auf, dass sie gar keinen Lehrvertrag hatte und sie hätte von der Schule gemusst. Da hatte der Vater dann doch ein Einsehen. Er gab ihr einen Lehrvertrag, denn zum Gasthaus gehörte eine Metzgerei. Bis zu ihrem 26. Lebensjahr führte sie diesen, dann heiratete sie ihren Mann Hannes. 

Ihre Berufserfahrung kam ihr später immer wieder zugute, wenn ihr Mann, ein Jäger, ein erlegtes Tier mit nach Hause brachte. Das Kochen geht Erni Rauth automatisch von der Hand, beim Backen greift sie lieber auf Rezepte zurück. Das Apfelkuchen-Rezept hängt sogar ausgedruckt in ihrem Küchenschrank. „So ist es jederzeit griffbereit“, freut sich die Hobbybäckerin. Ein alter Küchenschrank im Übrigen. „Meine erste Küche“, sagt Erni Rauth nicht ohne Stolz. „Sie ist kein Schmuckstück, aber zum Arbeiten reicht sie locker.“ Und mit einem Grinsen fügt sie hinzu: „Eine neue Küche, die würde viel Geld kosten.“ Das nimmt sie lieber in die Hand, um eine Reise zu machen. Denn diese Leidenschaft ist ihr geblieben. Einmal im Jahr – meist im November – packen die Rauths ihre Koffer und fahren in die Ferne. „Wir haben schon fast die ganze Welt gesehen“, schwärmt Erni Rauth. Von jeder ihrer Reisen bringt sie einen Kissenbezug mit. Eine schöne Erinnerung, die immer in den Koffer passe und später ihre gute Stube ziert. 

In der Zeit zwischen den Reisen genießt die Krünerin die Kaffee-Nachmittage auf ihrer Terrasse, mit lieben Gästen und einem Stück Kuchen. 

Schreiben Sie uns Ihr Küchengeheimnis

Haben auch Sie ein Geheimnis, das sie uns preisgeben wollen? Dann melden Sie sich bei uns. Am besten per Mail. Schreiben Sie an: Gastro@merkur-online.de. Oder rufen Sie uns an. Die Gastro-Redaktion des Münchner Merkur erreichen Sie unter der Telefonnummer (089) 5306-419.

Mehr Rezepte und Ausgehtipps für Bars, Cafés und Restaurants finden Sie im Ressort Genuss

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