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Weihnachtsklassiker: Perfektes Blaukraut zubereiten – mit einfachen Tipps vom Sternekoch

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Von: Juliane Gutmann

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Ein Viertel Gans, Blaukraut und ein Kartoffelknödel: Ein Biergarten-Gericht, das auch an Weihnachten oft serviert wird.
Ein Viertel Gans, Blaukraut und ein Kartoffelknödel: Ein Biergarten-Gericht, das auch an Weihnachten oft serviert wird. © Lukas Barth/dpa

Ente mit Blaukraut kommt auch bei Ihnen an den Feiertagen auf den Tisch? Mit folgendem leckeren Blaukraut-Rezept können Sie gar nichts falsch machen.

Über die Farbe von Blaukraut lässt sich streiten. So behaupten so einige, dass Blaukraut gar nicht wirklich blau ist. Und es stimmt: So richtig blau schimmert gekochter Rotkohl nicht wirklich. Aber die Farbe ist auch nicht wirklich wichtig, sondern der Geschmack. Und der ist bei Blaukraut wunderbar, wenn man es mit Apfelstückchen und Nelken verfeinert. Haben Sie auch ein spezielles Geheimrezept, dass Ihr Blaukraut noch leckerer macht? Auch Küchenprofis wie Chefkoch Hans Haas hat Geheimtipps auf Lager, die Blaukraut noch leckerer machen.

Im Spiegel-Interview verrät der 63-jährige Tiroler, der auf 29 Jahren im Münchner Zwei-Sterne-Restaurant Tantris zurückblicken kann, wie er sein Blaukraut am liebsten* hat.

Feines Blaukraut zubereiten: „Gänseschmalz ist ganz wichtig. Das gibt so einen guten Geschmack“

Nelken gehören in leckeres Blaukraut? Nicht bei Haas. Im Spiegel-Interview gibt er eine Schritt-für-Schritt-Anleitung: „Bei mir ist kein Zimt drin und auch keine Nelke. Die gehören in die Weihnachtsbäckerei. Als Erstes gebe ich Zucker in eine Pfanne, lasse ihn karamellisieren und lösche ihn dann mit Rotwein und Portwein ab. Das lasse ich einkochen, bevor ich ein bisschen Gänseschmalz dazugebe. Gänseschmalz ist ganz wichtig. Das gibt so einen guten Geschmack! Dann gebe ich geschnittene Zwiebeln rein und lasse alles gut anschmurgeln. Parallel würze ich das geschnittene Blaukraut mit Salz und Pfeffer und gebe ein bisschen Zitronen- und Orangensaft dazu. So kommt es dann rein in den Sud. Dazu noch geriebener Äpfel, unbedingt mit Schale, und ein oder zwei Löffel Honig. Und was ganz wichtig ist: Preiselbeeren, am besten selbst eingemachte“.

Gekaufte Preiselbeeren im Glas kommen bei Haas also nicht ins Blaukraut. Bei Ihnen schon, weil Sie sich einfach nicht die Zeit zum selbst einmachen nehmen wollen? Chefkoch Haas zufolge ist das keine langwierige Angelegenheit, weil man Preiselbeeren am besten kalt einmacht. Sein Rezept: Ein Kilo frische Preiselbeeren und ein halbes Kilo Zucker in einer Rührmaschine für eine Stunde langsam rühren lassen, bis sich alles aufgelöst hat, die Mischung in ein Glas füllen und in den Kühlschrank stellen. Dort kann man es Haas zufolge ein Jahr oder sogar länger lagern.

Neben den Preiselbeeren außerdem sehr wichtig: Blaukraut immer ein paar Tage vorher zubereiten: „Das Blaukraut schmeckt Ihnen viel besser, wenn Sie es zwei, drei Tage vorher zubereiten. Um genießen zu können, müssen Sie entspannt sein“, so Hans Haas im Interview. (jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Weiterlesen: Mit diesen drei Schritten gelingt Ihnen jeder Rehbraten.

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