Dabei war es ganz anders gemeint

Brauerei startet Aktion zur Fußball-WM – und Tausende protestieren

Diese Marketing-Aktion einer Brauerei ist gewaltig nach hinten los gegangen. Denn statt Begeisterung hagelte es jede Menge Beschwerden - wegen ganz spezieller Bierflaschen.

Die Brauerei Eichbaum aus Mannheim hatte sich ihre Aktion zur Fußball-WM sicher anders vorgestellt. Die Bierbrauer bedruckten die Kronkorken ihres Bieres mit allen Länderflaggen der WM-Teilnehmer – darunter auch Saudi-Arabien. Doch das ging gewaltig nach hinten los – denn es hagelte wütende Beschwerden.

Muslimisches Glaubensbekenntnis auf Bierflasche löst Proteste aus

Der Grund: Auf der saudi-arabischen Flagge sind arabische Schriftzeichen mit dem Glaubensbekenntnis des Islam abgebildet ("Es gibt keine Gottheit außer Gott und Mohammed ist sein Gesandter"). Dieses auf eine Bierflasche zu drucken, obwohl es Muslimen doch streng untersagt ist, Alkohol zu trinken, empfinden viele als Beleidigung. Aufgrund der zahlreichen Proteste sah sich die Brauerei nun zu einer Stellungnahme auf Facebook gezwungen.

Brauerei entschuldigt sich via Facebook bei Muslimen 

Die Brauerei entschuldigte sich öffentlich bei allen Muslimen und stellte klar, dass es sich hier lediglich um eine gut gemeinte Werbe-Aktion gehandelt hatte: "Seit vielen Jahren druckt Eichbaum zur Fussball-WM die Länderflaggen der teilnehmenden 32 Fussball-Nationen auf die Kronkorken. Da Saudi-Arabien an der WM teilnimmt, haben wir schon aus Gründen der Gleichberechtigung auch deren Flagge abgebildet. Dies ist lediglich ein Zeichen der Freude vor dem bevorstehenden Event."

Marketingleiter Holger Vatter-Schönthal, von dem der Facebook-Post stammt, macht darin auch deutlich, dass die Firma "kein Interesse an religiösen oder politischen Äusserungen" habe. "Wir wussten tatsächlich nicht, dass die Schriftzeichen ein Glaubensbekenntnis darstellen. Wir haben lediglich überprüft, ob Flaggen und Teilnehmer korrekt sind." 

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Entschuldigung sorgt für Unmut bei Bier-Fans

Die Brauerei wolle nun prüfen, inwieweit die Firma die kritisierten Flaschen noch zurückziehen könne – schließlich seien schon viele Flaschen im Handel. Doch genau das regt nun Unmut bei vielen anderen, offenbar nicht-muslimischen Bierfans. Und die machen ihrem Ärger ebenfalls via Facebook Luft. "Das ist ein Witz, oder?", schreibt eine Nutzerin unter Eichbaums Entschuldigung. Viele sprechen gar von "Unterwerfung" gegenüber den Muslimen. 

Ein Ende der hitzigen Diskussion scheint hier noch lange nicht in Sicht. Immerhin wurde der Post seit 9. Mai bereits mehr als 1.000 mal kommentiert.  

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Dieses Bier trinkt München am liebsten

Rubriklistenbild: © Facebook / Shahzad Anwer (Screenshot)

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