Ernsthaft?

Seltsame Folge: So könnte Ihnen das Coronavirus die Lust auf Knoblauch nehmen

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Knoblauch kommt trotz des strengen Geruchs oft und gerne in der Küche zum Einsatz. Das könnten Sie sich aber in Zukunft überlegen, wenn dieses Szenario wahr wird.

  • Knoblauch* wird gerne eingesetzt, um Gerichten einen würzigen Geschmack zu verleihen.
  • Nicht nur das Wall Street Journal berichtet aktuell über weltweit steigende Knoblauch-Preise.
  • Es werden Verbindungen zum mittlerweile weltweit grassierenden Coronavirus geknüpft.

Zwei Gründe sprechen tatsächlich für einen Zusammenhang zwischen den Knoblauchpreisen und dem Coronavirus:

1. Grund für höhere Knoblauchpreise durch das Coronavirus: Die Knoblauchproduktion in China ist betroffen

80 Prozent der weltweiten Knoblauch-Lieferungen kommen laut Wall Street Journal (WSJ) mittlerweile aus China. In dem Land werden riesige Plantagen betrieben, die den globalen Hunger nach der würzigen Knolle befriedigen. Aufgrund der Coronavirus-Welle* fallen viele Angestellte in diesen Betrieben aus, weil sie erkrankt sind oder unter Quarantäne stehen. Das macht sich bei den Produktionsmengen und damit auch im Export bemerkbar. Diese Verknappung würde sich mittelfristig auch auf die Preise für Knoblauch auswirken, so das WSJ. Aber nicht nur die verringerte Knoblauchproduktion ist verantwortlich. Der zweite Grund ist allerdings etwas fragwürdiger.

2. Grund für höhere Knoblauchpreise durch das Coronavirus: China braucht seinen Knoblauch selbst

China hat veranlasst, dass große Mengen Knoblauch in das Krisengebiet transportiert werden, wie u.a. rtl.de berichtet. 300 Tonnen wurden daraufhin in die stark betroffene Millionenstadt Huanggang geliefert. Soll Knoblauch etwa gegen das Virus helfen? Nein, diesem Gerücht widerspricht die WHO (Weltgesundheitsorganisation) deutlich:

Video: Dieses Lebensmittel kann Altersdemenz vorbeugen

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Knoblauch hilft nicht gegen Coronavirus, aber...

Dennoch hat die würzige Knolle eine positive Eigenschaft, die ein Fünkchen Wahrheit in das Gerücht bringt. Die Öle, die dem Knoblauch seine geruchsintensiven Nachwirkungen bescheren, sollen antibakterielle bzw. antivirale Eigenschaften haben und Atemwegsinfektionen vorbeugen. Da das Coronavirus als Tröpfcheninfektion auch über die Atemwege in unseren Körper eintritt, ist diese Wirkung des Knoblauchs* also interessant. Der Effekt ist allerdings so gering, dass man sich nicht auf die Knolle verlassen sollte, sondern auf viele andere, deutlich effektivere Methoden, die vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen*.

Alternative bei höheren Knoblauchpreise durch das Coronavirus: Knoblauch selbst anbauen und sparen

Kochen Sie also weiterhin vor allem wegen des Geschmacks mit Knoblauch. Steigen die Preise, wie das Wall Street Journal anmerkt, können Sie ihn auch selbst anbauen und sich unabhängig machen. Im Frühjahr können Sie Knoblauch setzen:

  • Pflanzen Sie einfach bis Mitte März die Zehen in lockeren Boden.
  • Setzten Sie sie mit dem Zwiebelboden nach unten etwa zwei bis drei Zentimeter tief und mit zehn Zentimetern Abstand in die Erde.
  • Sobald sich Blüten bilden, schneiden Sie diese ab, dann werden die Knollen größer.
  • Das Knoblauchgrün können Sie wie Schnittlauch verwenden.
  • Ist ein Drittel des Laubs welk, können Sie den Knoblauch ernten.

Den Knoblauch können Sie frisch verbrauchen, oder zum Trocknen aufhängen und später verwenden. Machen Sie zum Beispiel diese köstliche Knoblauch-Paste*, wie sie ein Starkoch empfiehlt.

Lesen Sie auch:  Für richtig gute Hühnersuppe müssen Sie drei Kleinigkeiten anders machen.

ante

Sie kochen gerne ohne Zwiebeln? Warum Sie das unbedingt ändern sollten

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Rubriklistenbild: © picture-alliance/ ZB / Silke Reents

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