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Deutsche Markenbutter - Das steckt wirklich hinter der Bezeichnung

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Butter ist nicht gleich Butter.
Butter ist nicht gleich Butter. © picture alliance / Patrick Pleul

Etwa sechs Kilo Butter verdrückt jeder Deutsche pro Jahr und kann aus einer Fülle von Sorten wählen. Was heißt Deutsche Markenbutter? Ist sie besser als Landbutter?

Beim Blick ins Kühlregal kennt die Butterauswahl kaum Grenzen. Süßrahmbutter, mild gesäuerte Butter, Sauerrahmbutter, Landbutter oder Deutsche Markenbutter. Was bedeuten die verschiedenen Bezeichnungen und kann man daraus Qualitätsunterschiede ableiten?

Butterverordnung regelt Handelsklassen für Butter

In Deutschland gibt es natürlich eine Butterverordnung. In der "Verordnung über Butter und andere Milchstreichfette" werden Definitionen, Inhaltsstoffe und Handelsklassen festgeschrieben. Nach der Butterverordnung muss Butter mindestens 82 Prozent Milchfett und maximal 16 Prozent Wasser enthalten. Die Qualität und Einordnung der Butter in eine bestimmte Handelsklasse wird durch eine Butterprüfung durch Experten bestimmt. Dabei schicken die Hersteller Butterblöcke zur Prüfung, bei denen Aussehen, Geruch, Geschmack und Textur bewertet werden. Außerdem werden Wassergehalt, Streichfähigkeit und pH-Wert und eine eventuelle Keimbelastung bestimmt. In jeder Kategorie werden von eins bis fünf Punkte vergeben. Ein Punkt bedeutet eine geringe Qualität, fünf Punkte eine hohe. Zu blasse Butter, zu klebrige Butter, zu große Poren, zu öliger Geschmack – all diese Fehler und noch mehr führen zu Punktabzügen. Anhand der finalen Bewertung wird die getestete Butter dann einer Handelsklasse zugeordnet.

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Butter-Qualität: Deutsche Markenbutter

Die Deutsche Markenbutter ist der "Klassenprimus" einer Molkerei. Diese qualitativ höchstwertige Butter hat in jeder geprüften Kategorie mindestens vier von fünf Punkten erzielt. Sie können beruhigt zugreifen, denn die Prüfung wird einmal im Monat wiederholt. Deutsche Markenbutter darf nur aus der Milch von Kühen oder der unmittelbar daraus gewonnenen, pasteurisierten Sahne hergestellt werden. Stimmen alle Kriterien, darf die Butter den "stilisierten Adler mit ovaler Umrandung" als Erkennungszeichen tragen.

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Butter-Qualität: Molkereibutter

Anders als bei der Deutschen Markenbutter darf für die Molkereibutter auch Molkensahne verwendet werden. Diese wird aus der Molke gewonnen. Molke ist nahezu fettfrei und besteht zu 94 Prozent aus Wasser. Molkereibutter muss, wie der Name schon sagt, in einer Molkerei hergestellt und alle zwei Monate zur Butterprüfung geschickt werden. Hier muss sie in jeder Kategorie mindestens drei von fünf möglichen Punkten von den unabhängigen Experten erhalten.

Butter-Qualität: Landbutter

Wird die Butter schon beim Milchbauern und nicht von einer Molkerei hergestellt, darf sie nur als Landbutter verkauft werden. Im Gegensatz zur Deutschen Markenbutter darf Landbutter auch aus Rohmilch also ohne Pasteurisierung hergestellt werden. In diesem Fall muss die Butter allerdings mit dem Hinweis "mit Rohmilch hergestellt" versehen werden. Zur Herstellung von gesäuerter Butter oder Sauerrahmbutter dürfen nur spezielle Milchsäurebakterien verwendet werden. Verkauft ein Erzeugerbetrieb Landbutter, muss er dies der zuständigen Behörde melden.

Was Sie sonst über die Unterschiede bei Butter aus Kuhmilch wissen müssen, erfahren Sie auf 24garten.de.*

(ante) *24garten.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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