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Mein Küchengeheimnis

Eine Blume aus Brotteig

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In unserer Freitags-Serie verraten Menschen ihr Küchengeheimnis. Diesmal bäckt Barbara Düll (39) aus dem Landkreis Erding eine Blume aus Brotteig. Die Mutter von drei Kindern sagt: „Die Brotblume ist auf jedem Buffet ein Hingucker.“

Schon als kleines Mädchen hat Barbara Düll regelmäßig gebacken und gekocht. Zwangsläufig, denn die Mutter war krank, „da war es für uns Kinder selbstverständlich, in der Küche mitzuhelfen. Das hat immer Spaß gemacht.“ Mittlerweile hat Barbara Düll selbst drei Kinder und liebt es – wie damals – in der Küche zu stehen. „Ich probiere gerne Neues aus“, erzählt sie. Am liebsten Backrezepte. Manchmal darf es auch etwas Deftiges oder Exotisches sein.

Heute hat sie sich für die Brotblume entschieden. „Die ist immer etwas Besonderes.“ Und mittlerweile geht sie der 39-Jährigen locker von der Hand. Eigentlich wollte die gebürtige Urtlfingerin – „ein Ort mit zehn Hausnummern Nahe Dorfen im Landkreis Erding“ – ja Konditorin werden. „Ich habe während der Schule in einer Konditorei geschnuppert“, erinnert sie sich an ihre Beruffindungsphase. „Mich aber dann doch dagegen entschieden.“ Auf Dauer wäre der Beruf ihr „zu eintönig“ geworden.

Stattdessen hat Barbara Düll eine Ausbildung im Büro gemacht – „zum Glück“, wie sie heute sagt. „Denn so kann ich auf unserem Bauernhof die Büroarbeiten erledigen.“ Die Dülls züchten auf ihrem Hof Schweine. Während Ehemann Rudi für den Stall und die Außenarbeiten zuständig ist, kümmert sich Barbara Düll um Haus und Büroarbeiten, die „immer mehr werden“.

Dazwischen steht die 39-Jährige immer wieder gerne in der Küche („ein herrlicher Ausgleich“) und probiert Neues aus. So wie die Brotblume, die sie einst zufällig entdeckte und seitdem regelmäßig zubereitet. „Wenn wir zum Grillen eingeladen sind, ist die Brotblume ein ideales Mitbringsel.“ Sie macht nicht nur rein optisch etwas her, sie schmeckt auch gut. Am besten übrigens lauwarm – wirklich ein Traum. Da braucht man gar nicht viel mehr dazu auf den Tisch stellen.

„Beim ersten Mal habe ich schon etwas geschwitzt, ob die Blumenblüten auch gelingen“, sagt die Hobbybäckerin. Es empfiehlt sich, die Teigplatten direkt aufs Backblech zu legen. Andernfalls könnte die Blume beim Transport aufs Backblech auseinanderbrechen.

Wer die Brotblume noch üppiger mag, bestreut sie zum Schluss mit Parmesan, so der Tipp der Hobbybäckerin. Denkbar ist auch eine süße Variante: „Meine Kinder lieben die Brotblume mit einer Nussfüllung, wie man sie sonst für Zöpfe verwendet.“ Dann müsse man mit etwas weniger Salz im Teig arbeiten.

Tochter Eva (eineinhalb Jahre) beobachtet das Fertigen der Brotblume auf der Arbeitsplatte in der Küche sitzend. Noch ist sie zu klein, mit anzupacken. „Sie probiert lieber zwischendurch.“ Die beiden Söhne Michael (12) und Markus (10) sind lieber auf dem Hof unterwegs. Die Kinder haben vor kurzem durchgesetzt, dass auf dem Bauernhof auch Hühner einziehen.

Eine Brotblume passt zum Grillen ebenso wie zur Brotzeit

Brotblume

für den Brotteig 

  • 300 g Wasser 
  • 15 g Hefe 
  • 10 g Zucker 
  • 500 g Mehl 
  • 15 g Salz
    für die Füllung 
  • 2- bis 3 EL Pesto genovese
  • 2 bis 3 EL Pesto rosso

Zubereitung:

1. Hefeteig zubereiten. Dazu das Mehl auf die Arbeitsplatte schütten. In der Mitte eine Mulde bilden. Darin Wasser, Zucker und zerbröckelte Hefe geben. Mit Mehl bestreuen. Das Dampferl 15 Minuten gehen lassen. Dann das Salz dazugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten. 

2. Den Teig in eine Schüssel geben, mit einem sauberen Küchentuch zudecken und zum Ruhen in den Backofen schieben. Diesen auf 50 Grad vorheizen. 

3. Wenn sich der Teig verdoppelt hat, nochmals durchkneten und in drei Teile teilen. 

4. Ein Backblech mit Backpapier vorbereiten. Dann den ersten Teig rund ausrollen und auf das Blech legen. Mit dem grünen Pesto bestreichen. Den zweiten Teigfladen ebenfalls rund auswalken und auf das grüne Pesto legen. Die zweite Teigplatte mit rotem Pesto bestreichen. Schließlich das letzte Drittel auswalken und auf das rote Pesto legen. 

5. Mit einem Pizzaschneider oder einem sehr scharfen Messer die Teigfladen vierteln. Achtung: In der Mitte nicht durchschneiden! 

6. Die Viertel nochmals halbieren, so entstehen acht gleich große Stücke. Diese nochmals halbieren. Insgesamt gibt es jetzt 16 gleich große Stü- cke. 

7. Nun immer 2 Stü- cke nehmen und je zweimal nach außen drehen. 

8. Dann am bestennoch zweimal verdrehen und immer zwei Enden miteinander verbinden, so dass Blütenblätter entstehen. 

9. Die Brotblume bei 180 Grad 25 Minuten backen. Nicht zu dunkel backen. 

Tipp: Die Brotblume passt gut zu Gegrilltem. Eine wunderschönes Mitbringsel zu jedem Fest

Mein Küchengeheimnis

Haben auch Sie ein Rezept, das Sie uns gerne vorstellen möchten? Dann melden Sie sich bei uns per Mail unter gastro@merkur.de.

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