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Wo ist die Erdnussbutter? In deutschen Supermärkten herrscht Knappheit.

Leere Regale im Supermarkt

"Erdnussbutter-Krise": Weshalb ist der Brotaufstrich aus den Supermärkten verschwunden?

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In Supermärkten suchen Liebhaber von Erdnussbutter aktuell verzweifelt nach dem beliebten Produkt. Der Brotaufstrich ist entweder ausverkauft oder vergriffen. Doch weshalb ist das so?

Seit Monate finden Käufer in deutschen Supermärkten kaum mehr Erdnussbutter. Falls sie doch einmal im Regal steht, ist das beliebte Produkt schnell ausverkauft. Fans des Brotaufstrichs sprechen deshalb vermehrt sogar von einer "Erdnussbutter-Krise" oder "Erdnussbuttergate".

Erdnussbutter-Engpass trotz hoher Nachfrage

Die Nachfrage ist hoch, doch die Menge in den Läden und Online-Shops bleibt gering. Insbesondere die amerikanischen Marken wie Barney's, Skippy oder Jif sind entweder vergriffen oder aus dem Sortiment beinahe komplett verschwunden. Mit Blick auf die Zollstatistik fällt auf, dass die Einfuhren aus den USA seit Juni tatsächlich massiv zurückgegangen sind, denn so reduzierte sich der Import auf bloße acht Tonnen im Vergleich zu 1.078 Tonnen im Juni 2018.

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Mysterium Erdnussbutter: Warum ist sie aus den Regalen verschwunden?

Aktuell kursieren mehrere mögliche Gründe für die Knappheit von Erdnussbutter im Netz, wobei sich noch keiner sicher bestätigte. Die meistdiskutierte Erklärung sind die EU-Strafzölle auf US-Importe. Hiervon ist auch der beliebte Brotaufstrich seit Juni 2018 betroffen. Sofern die Straffzölle der Grund für den Mangel sind, hätte laut dem Handelsblatt ein Einbruch allerdings schon viel früher erfolgen müssen.

Zudem sollen europäische Käufer eine große Anzahl an Bestellungen storniert, gekürzt oder hohe Rabatte eingefordert haben, was US-Lieferanten eventuell abschreckte. Eine extremere Theorie von Erdnussbutter-Liebhabern stützt sich dagegen auf die Vermutung, dass importierte Mengen des Produkts von Schimmelpilzen und Salmonellen verseucht sein könnten.

Wie kommt man trotzdem an Erdnussbutter?

Auf Anfrage des Handelsblatts spricht Dockhorn & Co., der wichtigste deutsche Importeur von Erdnussbutter, von aktuellen Lieferschwierigkeiten. Mit Hochdruck wird jedoch daran gearbeitet, den Brotaufstrich in angemessenen Mengen in die Läden zurück zu bringen. In der Zwischenzeit suchen Supermarktketten nach Alternativen. Rewe will demnach Erdnussbutter eines kanadischen Herstellers zur Verfügung stellen, während Edeka laut dem Online-Portal Stimme.de ein Produkt aus Indien anbietet.

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soa

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