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Das Weihnachtsmenü liefern lassen? Jeder Zweite kann sich das vorstellen.

Stille Nacht, bequeme Nacht

Jeder Zweite will sich sein Weihnachtsmenü liefern lassen

Am Heiligabend stundenlang in der Küche stehen? Wozu, wenn es Lieferservices gibt? Beinahe jeder zweite Deutsche würde sich das komplette Weihnachtsmenü nach Hause liefern lassen - verzehrfertig.

Oma schnippelte noch im Morgengrauen den Rotkohl klein, brutzelte dann stundenlang den Entenbraten, rollte Knödel und rührte nebenbei noch Pudding an. Einen solchen Aufwand machen sich die Deutschen heute nicht mehr.

Eine Online-Umfrage im Auftrag der Fokusgruppe Digital Commerce im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. ergab: 42 Prozent können sich gut vorstellen, das komplette Festtagsmenü bequem an die Tür liefern zu lassen.

Statt Pizza und Co. gibt es Festtagsschmaus auf Rädern

Warum auch nicht, hat das „Essen auf Rädern“ doch einen enormen Imagewandel erfahren: Statt Pizza und China-Pfanne gibt es heute vom gefüllten Gänsebraten über Jakobsmuscheln bis hin zur Gourmet-Kiste inklusive passendem Wein alles, was das Herz begehrt – und das in Restaurant-Qualität. Bevor der verkohlte Festtagsvogel die Stimmung vermiest, überlassen viele Gelegenheitsköche den stressigen Job deshalb lieber Profis.

Christkind bald arbeitslos? Auch die Geschenke bringt der Lieferservice

Auch beim Weihnachtsshopping lieben die Deutschen es zunehmend bequem: Mittlerweile wird jedes zweite Geschenk im Internet gekauft. In der Altersgruppe 25 bis 34 besorgen sogar zwei Drittel der Befragten ihre Präsente am liebsten online. Bei den über 65-jährigen verhält es sich genau andersherum. Sie wollen den klassischen Bummel durch die Einkaufszone nicht missen.

Gutscheine sind am beliebtesten – zumindest bei den Schenkenden

Lange den Kopf zerbrechen, über welches besondere Präsent sich die Lieben freuen? Auch das scheint out zu sein. Mehr als die Hälfte aller Schenker greifen schlicht zum Gutschein. Ebenfalls beliebt sind Bücher und Kosmetika. 167 Euro geben die Deutschen dabei durchschnittlich für ihre Geschenke im Online-Handel aus – etwas weniger als im klassischen Einzelhandel.

Stressfreie Weihnachten – geshoppt wird ab Oktober

Für übertriebene Originalität beim Schenken sprechen diese Zahlen zwar nicht gerade. Dafür punkten die Bundesbürger mit Pünktlichkeit: Spätestens vier Wochen vor Heiligabend wird mit dem Shopping begonnen. Nur zwei Prozent der Befragten hetzen noch an Heiligabend durch die Geschäfte. Immer mehr starten gar schon im Oktober mit dem Geschenkekauf. Selbst der Weihnachtsbaum wird – wie im angelsächsischen Raum – zunehmend schon Anfang Dezember gekauft und geschmückt. So bleibt an den Feiertagen genügend Zeit zum Genießen, Reden, Spielen und die Weihnachtsmesse – und das ist schließlich das Wichtigste an Weihnachten.

Von Julia Baaken

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