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Tee hält warm - aber beim Teetrinken kann man auch einige Dinge falsch machen.

Gar nicht so einfach

Diese Fehler sollten Sie bei der Zubereitung von Tee vermeiden

Vor allem bei kaltem Wetter trinken viele Menschen Tee. Bei der Zubereitung kann man aber auch einiges falsch machen - auch gesundheitliche Folgen sind möglich.

Mit einer Decke auf dem Sofa einkuscheln und dazu eine heiße Tasse Tee: Vor allem im Winter ist das eine gute Methode, um sich gemütlich aufzuwärmen. Tee ist dabei nicht nur lecker, sondern geht auch schnell: Teebeutel in die Tasse, kochendes Wasser darüber gießen - fertig.

Aber bei der Zubereitung von Tee kann man auch Fehler machen, von denen einige sogar schädlich für die Gesundheit sind.

Fehler bei der Tee-Zubereitung: Das Wasser ist zu heiß

Die meisten Menschen gießen kochendes Wasser auf den Teebeutel. Aber das verträgt nicht jede Teesorte. Bei Grünem Tee sollte die Wassertemperatur maximal 70 Grad Celcius betragen - sonst verliert er zu viele Aromen. Eine ähnliche Temperatur wird auch bei Weißem Tee empfohlen, wie das Portal express.de berichtet

Kräuter- und Früchtetess sollte man dagegen mit möglichst heißem Wasser aufgießen, denn die natürliche Gerbstoffe dieser Sorten lösen sich am besten in kochendem Wasser. Helfen können zum Beispiel Wasserkocher, bei denen man die Temperatur einstellen kann. Wenn so einer nicht im Haus ist, hilft es auch, das Wasser einfach etwas stehen zu lassen. Nach rund einer Minute ist das Wasser nur noch etwa 80 Grad warm. Zwei bis drei weitere Minuten später sinkt die Temperatur noch einmal um etwa zehn Grad.

Fehler bei der Tee-Zubereitung: Das Wasser ist zu kalt

Das Teewasser kann aber nicht nur zu heiß, sondern auch zu kalt sein. Daraus können sogar gesundheitliche Probleme resultieren. Denn Tee ist nun einmal ein Naturprodukt - das bedeutet, dass sich neben Kräutern und Früchten auch immer etwas Hefe, Bakterien oder auch Schimmelpilze darin befinden. Darunter können sogar Erreger wie Salmonellen sein. Das ist ein weiterer Grund dafür, warum vor allem Kräuter- und Früchtetees mit möglichst kochendem Wasser aufgegossen werden sollten.

Fehler bei der Zubereitung von Tee: Der Tee bleibt zu lange stehen

Experten raten außerdem dazu, einen frisch aufgegossenen Tee möglichst schnell zu trinken und ihn nicht mehrere Stunden lang stehen zu lassen. Denn besonders bei Kräuter- und Früchtetees tötet das heiße Wasser Bakterien zwar ab - es kann aber immer vorkommen, dass einige Sporen überleben. Diese können dann im warmen Wasser auskeimen und sich so im Tee verbreiten.

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Fehler bei der Tee-Zubereitung: Der Tee zieht zu lange

Auch bei der Ziehzeit gibt es einen erheblichen Unterschied zwischen Grünen und Weißem Tee und Kräuter- und Früchtetees. Grüner und Weißer Tee sollte maximal ein bis zwei Minuten ziehen - so werden aus dem Tee nämlich mehr Aroma- als Bitterstoffe herausgeholt. Eine längere Ziehzeit kann sich auf den Geschmack des Tees auswirken. Je nach Sorte kann man Weiße und Grüne Tees außerdem mehrmals aufgießen. Kräuter- und Früchtetees können dagegen in der Regel zwischen fünf bis acht Minuten ziehen.

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Eine Ausnahme ist der Schwarze Tee. Bei diesem beeinflusst die Ziehzeit nämlich auch die Wirkung. Lässt man ihn nur bis zu drei Minuten ziehen, ist der Tee anregend. Ab drei Minuten kehrt sich die Wirkung allerdings um und der Tee ist beruhigend. Das liegt an den heraustretenden Gerbstoffen, welche die Wirkung des Koffeins hemmen. Auch der Geschmack wird beim Schwarzen Tee von der Ziehzeit bestimmt: je länger diese ist, desto bitterer wird der Tee.

Fehler bei der Zubereitung von Tee: Arzneitee wird nicht abgedeckt

Leichtere Beschwerden wie Erkältungssymptome lassen sich auch mit speziellen Arzneitees behandeln. Dabei ist aber besonders auf eine korrekte Zubereitung zu achten, da sonst die Wirkung beeinträchtigt werden kann. Arzneitees sollten in der Regel mit kochendem Wasser aufgegossen werden. Wenn keine genauen Anweisungen auf der Packung stehen, beträgt ihre Ziehzeit ungefähr zehn Minuten. Dabei sollte man den Tee allerdings abdecken, denn sonst können sich wichtige Bestandteile im Wasserdampf verflüchtigen. 

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Von Michaela Schaal / dpa

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