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Kochen mit Bier kann so gesund sein: Wie’s geht, zeigen Sophie Erdmann und Melissa Strecker (v.l.).

Mein Küchengeheimnis

Gewinnspiel: Wer hat das beste Bier-Rezept?

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500 Jahre Reinheitsgebot nehmen Sophie Erdmann (27) und Melissa Strecker (36) vom „Amperhof“ in Olching zum Anlass, um mit Gerstensaft in der Küche zu experimentieren. Ihre Bier-Rezepte sind modern und sogar fluffig-leicht.

Wo Bier im Spiel ist, geht es herzhaft-deftig zu. So zumindest die landläufige Meinung. Nicht immer. Sophie Erdmann und Melissa Strecker treten zum Gegenbeweis an. Die beiden Mitarbeiterinnen am „Amperhof“ in Olching (Landkreis Fürstenfeldbruck) sagen: „Kochen mit Bier gerne, aber bitte gesund und ohne Fleisch.“ Leicht und gut bekömmlich soll ihre Bier-Küche sein.

„Kochen ist bei uns immer ein Thema“, sagen beide. Nicht nur, weil sich ihre Arbeit am Amperhof um gesunde Ernährung dreht. „Ich bin so aufgewachsen“, erzählt Melissa Strecker. Schon ihre Mutter habe makrobiotisch (vegetarisch-vegan) gekocht – „auch weil sie nicht mit Fleisch kochen konnte, wie sie immer gesagt hat“, erzählt Melissa Strecker von ihrer Kindheit. Sie selbst kocht mittlerweile mit Fleisch („Bio-Qualität versteht sich von selbst.“). Die kleine Tochter isst für ihr Leben gerne Schnitzel, wie die 36-Jährige mit einem Lachen berichtet.

Melissa Strecker studierte Agrarwissenschaften – „weil ich damals keinen Platz für Tiermedizin bekam“. Das Studium gefiel ihr dermaßen gut, dass sie dabei blieb. „Man lernt wahnsinnig viel.“ Ihre Kollegin Sophie Erdmann kennt ökologisch Gärtnern schon von klein auf: „Mein Großvater hatte einen Gemüsegarten, da war es für unsere Familie völlig normal, dass wir viel mit Obst und Gemüse kochten.“ Nach dem Betriebswirtschaftsstudium suchte sie nach alternativen Unternehmen und wurde beim Amperhof fündig.

„Kochen ist bei uns immer ein Thema. Beruflich wie privat.“ Die Zucchini-Mozzarella-Taler in Bierteig, die die beiden Frauen heute zubereiten, gehen Ruckzuck. „Es empfiehlt sich, den Rote-Bete-Salat bereits vorher zu machen, damit er richtig durchziehen kann“, erklärt Melissa Strecker. Wer rote Hände fürchtet, sollte beim Gemüseschälen Einmalhandschuhe tragen – „die Rote Bete hinterlassen Spuren“, stellt die Hobbyköchin fest. Aber es lohnt sich. Der Rote-Bete-Salat ist nicht nur ein bunter Farbtupfer auf dem Teller. Das Johannisbeergelee gibt dem erdigen Gemüse auch eine interessante-fruchtige Note.

Blattsalat als Beilage ist für die beiden Frauen ein Muss. Zum frisch gepflückten Blattsalat rühren die beiden ein Bierdressing an. Das schäumt erst richtig, dann gibt es dem Salat eine spannende Würze. Und weil das Auge mitisst, werden die Salate mit Essblüten garniert. Sophie Erdmann: „Im Herbst eignen sich dafür Ringelblumen.“

Gesunde Bier-Küche: Mozzarella-Zucchini-Taler im Biermantel-Teig mit Rote Bete

Für Rote Bete-Salat: 

  • 500 g Rote Bete, kleine, möglichst gleich große
  • 3 El Johannisbeerfruchtaufstrich
  • 3 El Aceto balsamico
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 El Olivenöl
  • 3 Stiele Pfefferminze

Zubereitung:

  1. Rote Bete putzen, mit Schale in kochendem Salzwasser 60-75 Minuten bei milder Hitzekochen.
  2. Inzwischen den Fruchtaufstrich im Balsamico vermischen und in einem Topf bei milder Hitze auflösen. Mit Salz und Pfeffer würzen. 2 El Olivenöl unterrühren.
  3. Rote Bete abschrecken, schälen und in je 6 bis 8 Scheiben schneiden und diese halbieren. In die Marinade geben und 2 Stunden ziehen lassen.
  4. Vor dem Servieren Pfefferminzblättchen fein schneiden und unter die Rote Bete mischen und evtl. nachwürzen.

Zutaten für die Zucchini-Taler: 

  • 2 Eier (Kl. M, getrennt)
  • 100 ml Bier, Urstoff
  • 10 TL Rapsöl
  • 4 EL Mehl
  • 4 EL Sesamsaat, geschält
  • 1 Mozzarella (125 g)
  • Frische Oregano-Blätter
  • 2 Zucchini (à 250 g)
  • 100 ml Öl zum Braten
  • Salz

Zubereitung:

  1. Eigelb, Bier, Rapsöl und Mehl verrühren und beiseite stellen.
  2. Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen und kalt stellen.
  3. Sesam in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.
  4. Mozzarella halbieren und in je 6 Scheiben schneiden. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  5. Oreganoblättchen hacken.
  6. Mozzarella auf beiden Seiten mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen.
  7. Zucchini putzen und schräg in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Je 1 Mozzarellascheibe zwischen 2 Zucchinischeiben legen, dabei leicht andrücken.
  8. Sesam unter den Bierteig mischen. Eischnee unterheben.
  9. Bratöl in der Pfanne erhitzen. Zucchini-Türmchen nacheinander durch den Teig ziehen und bei mittlerer Hitze auf jeder Seite 7 Minuten goldbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm stellen.

Anrichten: Zucchini-Mozzarella- Türmchen mit groben Salz bestreuen und mit Rote Bete-Salat servieren.

Dazu passt Salat mit Bierdressing: 

  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Weißbier
  • 2 EL Himbeeressig
  • 1 TL scharfen Senf
  • 1 TL Agavendicksaft
  • Salz und Pfeffer

Mit Bier-Rezept zum Bayern-Spiel

Kochen mit Bier liegt im Trend. Der Schweinsbraten mit Dunkelbier- Sauce ist legendär, ein Schuss Bier gehört in den Obatzdn, ungewöhnlich die Bierschaumsuppe mit Gurke und Scampi. 500 Jahre Reinheitsgebot nehmen der Münchner Merkur und seine Heimatzeitungen zum Anlass, nach weiteren Bier-Rezepten zu suchen.

Schicken Sie bis Montag, 3. Oktober, Ihr Lieblingsrezept mit Bier an gastro@merkur.de.

Mitmachen lohnt sich: Aus allen Rezepten werden zehn Finalisten ausgesucht und zum Finale am 13. Oktober um 18 Uhr auf die FFB-Schau eingeladen. Dort verkostet eine Jury die Gerichte und bewertet diese.

Die Preise:

1. Preis: 1 Wochenende mit einem Tiguan VW und 500 km frei
2. Preis: 2 Karten für das Champions-League- Spiel FC Bayern München gegen PSV Eindhoven, Kategorie 1 (Spiel findet am 19. Oktober um 20:45 Uhr statt)
3. Preis: 1 Kissen, Wert 125 Euro,- €
4. Preis: 1 Swarovski Armband
5. Preis: Frühstücksgutschein für 4 Personen
6. Preis: 50 Euro Einkaufsgutschein für die Öko-Kiste
7. - 10. Preis: 20 Euro Gutschein für eine Gärtnerei

Mein Küchengeheimnis

Haben auch Sie ein Rezept, das Sie uns gerne vorstellen wollen? Oder kennen Sie Zutaten, die sonst hierzulande kaum verwendet werden? Dann melden Sie sich bei uns unter gastro@merkur.de. Wir freuen uns auf eine Küchenplauderei mit Ihnen.

Von Stephanie Ebner

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