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Marcus Bauer und Mario Frank lassen sich ein uruguayisches Sandwich schnmecken

Neuer Trend

Die trendy Trucks mit Lecker-Ladung

Alte US-Armee-Laster, ausrangierte Schulbusse und Viehanhänger – Food Trucks erobern München. Noch sind nur wenige dieser rollenden Gourmet-Küchen auf den Straßen unterwegs. Doch die Futter-Flotte wächst – und mischt die Branche der Caterer auf.

„Kastenbauerstraße 2, am Parkplatz. Schaut runter, und Ihr seht uns!“ Der Food Truck „Chivito“ macht am Donnerstag im Gewerbegebiet Steinhausen Halt, verkünden seine Macher auf Website und Facebook. Erst seit Kurzem ist der gelbe Freightliner unterwegs – ein Pionier der hiesigen Food-Truck-Szene.

Food Trucks sind mobile Küchen nach US-amerikanischem Vorbild, die an wechselnden Orten Schmankerl für Anspruchsvolle bieten. Schnell und auf die Hand. Bei „Chivito“, einem umgerüsteten US-Army-Laster gehen uruguayische Sandwiches mit Rind, karamellisierten Zwiebeln und Limetten-Mayo über die Theke. Dazu gibt’s selbstkreierte Limonade aus Berchtesgadener Heu – in Bio-Qualität, versteht sich.

Chivito ist einer von sechs Münchner Food Trucks. Bis 2015 wollen seine Erfinder Markus Bauer (41), Edwin Schellenberg (48) und Mario Frank (27) noch zwei Laster auf die Straße schicken. Auch ihre Mitbewerber rüsten auf, und ständig drängen weitere auf den Markt.

Gourmet-Küche von der Straße ist ein wachsender Markt in München – aber ein kleiner, verglichen mit den USA. Dort erleben die mobilen Küchen seit 2008 einen Boom. Auslöser war die Wirtschaftskrise. Wer seinen Job verlor, kaufte einen alten Army-Laster oder Bus, baute eine Küche ein – und kreuzt seither durchs Land.

In München haben es die Trucker schwer, Standorte zu finden. Einfach am Straßenrand Halt machen? Da spielen die Behörden nicht mit. Bleibt Privatgrund. „Da müssen wir harte Überzeugungsarbeit leisten“, erzählt Fabio Spennato. Der 32-Jährige baute einen Viehanhänger in eine Holzofenpizzeria um – die wohl einzige in München, die echte neapolitanische Pizza bietet. Meist steht Spennato vor Internet-Startups und Werbeagenturen: „Die sind aufgeschlossener als alteingesessene Unternehmen.“

Wo die Münchner Food Trucks stehen, wer die Menschen dahinter sind, welche Kriterien eine Pizza erfüllen muss, damit sie sich "echt neapolitanisch" nennen darf - und wie Catering-Unternehmen auf die hippe Konkurrenz reagieren, das alles lesen Sie am Wochenende, 15./16. November, im gedruckten Münchner Merkur.

von Bettina Stuhlweißenburg

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