Kann dieser Fisch mit frischem mithalten?
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Kann dieser Fisch mit frischem mithalten?

Nur Vorurteil?

Ist gefrorener Fisch schlechter als frischer Fisch?

  • Anne Tessin
    VonAnne Tessin
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Fisch ist gesund und nährstoffreich, aber ihn wirklich frisch zu kaufen, ist schwierig, wenn man nicht gerade in Kiel wohnt. Tut es gefrorener Fisch auch?

Sie wohnen nicht am Meer oder einem großen See und können Fisch gleich beim Fischer kaufen? Dann ist schwer zu bestimmen, wie frisch der Fisch wirklich ist, der Ihnen an der Supermarkttheke verkauft wird. Dennoch ist der Griff ins Tiefkühlregal für viele nicht sehr verlockend. Tiefkühl-Fisch hängt das Image der zweiten Wahl an. Aber ist das wirklich so?

Während der gefrorene Fisch direkt nach dem Ableben schockgefroren wird und so quasi "fangfrisch" bleibt, kann der Vertreter in der Fischtheke bereits mehrere Tage alt sein. Teilweise werden die Fische auch gefroren angeliefert und dort vor dem Verkauf aufgetaut.

Da kann man auch gleich gefrorenen Fisch kaufen und ihn erst auftauen, wenn man ihn benötigt. Aber wie?

Wirklich frisch: Dieser tote Fisch zappelt in der Auslage weiter

Anleitung: Gefrorenen Fisch richtig auftauen

Wenn gefrorener Fisch schonend aufgetaut wird, bleiben alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente erhalten. Achten Sie darauf, dass die Verpackung unbeschädigt ist und dass der Fisch keine äußerlich erkennbaren Mängel aufweist. Aber wie taut man einen Fisch richtig auf?

1. Fisch im Kühlschrank auftauen

Da es kalt im Kühlschrank ist, aber nicht so kalt wie im Gefrierfach, taut der Fisch sehr langsam und schonend auf. Legen Sie ihn über Nacht in den Kühlschrank und genießen Sie ihn am nächsten Tag. In Geschmack und Konsistenz sollte sich der aufgetaute Fisch kaum von einem frischen Fisch unterscheiden.

2. Fisch in kaltem Wasser auftauen

Wenn es mal schneller gehen soll, können Sie den Fisch in Wasser auftauen. Geben Sie ihn dazu in einen Plastikbeutel, den Sie dicht verschließen. Fühlen Sie einen Topf mit kaltem Wasser und legen Sie den verpackten Fisch hinein. Beschweren Sie ihn, damit er auch unter Wasser bleibt. Das Auftauen geht so zwar schneller als im Kühlschrank, die Methode ist aber immer noch schonend. Heißes Wasser lässt den Fisch dagegen ungleichmäßig auftauen und darunter leiden Geschmack und Konsistenz.

3. Fisch direkt zubereiten

Wenn Sie sich das Auftauen sparen wollen, können Sie den Fisch auch direkt zubereiten. Das geht natürlich nur mit küchenfertigen Exemplaren. Spülen Sie den tiefgekühlten Fisch unter warmem Wasser ab. Nun können Sie ihn langsam in Brühe garen, in einer Alufolie auf den Grill legen oder in einem Fischeintopf mitkochen. Das ist schnell, einfach und auch noch lecker.

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Ob Toastbrot oder ein Laib vom Bäcker: Falls Sie sich einen kleinen Vorrat anlegen wollen, ist das kein Problem. Bei einem ganzen Laib lohnt es sich, ihn zu halbieren, damit sie immer nach dem Auftauen eine angemessene Portion in der Küche vorbereitet haben.
Ob Himbeeren, Erdbeeren oder Heidelbeeren: Auch sie können im Gefrierbeutel eingefroren werden. Beim Auftauen werden sie leider etwas matschig, doch an Geschmack verlieren sie dabei nicht. Deshalb können Sie daraus noch ein leckeres Müsli oder Smoothies machen.
Bananen werden oft innerhalb weniger Tage, manchmal sogar Stunden braun – und auch beim Einfrieren werden sie dunkler und etwas matschig. Doch der Geschmack bleibt erhalten, sodass Sie aufgetaute Bananen leicht zu Smoothies oder dergleichen weiterverarbeiten können.
Bei Butter und Margarine brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen – beides bleibt auch nach dem Auftauen cremig und streichzart.
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