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Grüne Tomaten müssen Sie nicht wegschmeißen.

Tipp

Grüne Tomaten nachreifen: So gelingt es Ihnen problemlos

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Grüne Tomaten sollten Sie auf keinen Fall essen, aber in den Müll werfen müssen Sie sie auch nicht. Sie können Tomaten zu Hause richtig nachreifen lassen.

  • Grüne Tomaten sind ungenießbar.
  • Sie müssen sie aber nicht wegwerfen.
  • So reifen Sie grüne Tomaten nach.

Haben Sie über den Sommer regelmäßig Tomaten im Garten geerntet, dann sind Ihnen jetzt vielleicht noch ein paar grüne Nachzügler an den Pflanzen aufgefallen. Sie müssen diese kostbaren Früchte nicht verderben lassen. Auch noch nicht ganz reife Tomaten aus dem Supermarkt sind kein Fall für die Tonne, sondern brauchen nur noch etwas Zeit.

Deshalb dürfen Sie grüne Tomaten nicht essen

Unreife Tomaten schmecken nicht nur einfach nicht. Es ist auch ungesund, sie grün zu essen. Das liegt am enthaltene Stoff Solanin:

  • Solanin ist giftig für den Menschen.
  • Schon 25 mg können giftig wirken, ab 400 mg ist der Stoff tödlich.
  • Solanin verursacht Durchfall, Übelkeit und Magenkrämpfe.

Der Stoff kann nicht durch Hitze zerstört werden, es bringt also nicht, unreife Tomaten einfach in einer Tomatensoße zu verarbeiten.

Weiterlesen: Deshalb sollten Sie grüne Stellen an Tomaten wegschneiden

Diese Tomaten können Sie nachreifen lassen

Das Nachreifen von grünen Tomaten kommt nur in Frage, wenn die Früchte intakt sind, also weder

  • Schimmel
  • Risse
  • noch anderweite Krankheitsspuren aufweisen.

So lange es in Ihrer Gegend noch keine Nachtfröste gibt, können Sie die Tomaten an der Pflanze belassen und dort nachreifen lassen. Lassen Sie sie aber im Zweifel nicht zu lange im Freien, denn Frostschäden machen die Tomaten ungenießbar. Das erkennen Sie daran, dass die Früchte glasig wirken.

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Video: Tomaten nachreifen

So lassen Sie grüne Tomaten nachreifen

Während Tomatenpflanzen so viel Sonne wie möglich lieben, mögen es ihre reifen Früchte dunkel. Lagern Sie sie bei einer Temperatur von ungefähr 20 Grad, mindestens aber bei 16 und maximal 25 Grad. Je kühler es ist, desto länger brauchen die Tomaten, um nachzureifen. Neben der Temperatur ist die Luftfeuchtigkeit wichtig. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte idealerweise bei 80 Prozent liegen. Ist es feuchter, fangen die Tomaten an zu schimmeln, ist es zu trocken, verdorren die saftigen Früchte.

Generell können Sie bei nachgereiften Tomaten in der Regel nicht mit dem intensiven, süßen Aroma von sonnengereiften Tomaten rechnen. Das Sonnenlicht regt die Zuckerbildung in den Früchten an und fehlt beim Nachreifen im Herbst. Die nachgereiften Tomaten können also, je nachdem wie viel Sonne sie noch abbekommen haben, etwas wässrig schmecken.

Sie können den wässrigen Geschmack allerdings vermeiden, wenn Sie eine sonnige Fensterbank zur Verfügung haben. Verteilen Sie die Früchte darauf und lassen Sie sie in der Sonne nachreifen. So entwickeln die Tomaten auch im Nachhinein noch ihren charakteristischen Geschmack. Achten Sie aber darauf, große Temperaturschwankungen zu vermeiden. Da es nachts in Fensternähe empfindlich kalt werden kann, sollten Sie die Tomaten ins Warme stellen, sobald es dunkel wird.

Lesen Sie auch: Überhaupt nicht gesund? Fünf Tomaten-Mythen enthüllt

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