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Aufgewärmter Spinat wird nur in Ausnahmefällen zum gesundheitlichen Risiko. Foto: Holger Hollemann/dpa

Mythos oder Wahrheit

Ist aufgewärmter Spinat wirklich schädlich?

Ist Spinat nach dem Aufwärmen giftig oder nicht? Die Frage kann weder mit ja, noch mit nein beantwortet werden.

Freiburg (dpa/tmn) - Finger weg von aufgewärmtem Spinat, heißt es. Stimmt das wirklich?

"Wenn man Spinat kurz und auf den Punkt erhitzt, dann ist es eigentlich kein Problem", erläutert Oecotrophologin und Buchautorin Dagmar von Cramm. Lediglich für Babys könne warmgehaltener Spinat schädlich sein.

Als Blattgemüse enthält Spinat relativ viel Nitrat. Das gelte insbesondere für Pflanzen, die im Treibhaus gewachsen sind, sagt Dagmar von Cramm. "Nitrat kann durch längeres Warmhalten zu Nitrit werden und dieses eventuell im Magen zu Nitrosaminen, die eine möglicherweise krebserregende Wirkung auf unseren Körper haben", erläutert die Ernährungsexpertin. Darum sollten Spinatreste nicht bei Zimmertemperatur herumstehen, sondern sofort im Kühlschrank gelagert und dann zügig aufgewärmt werden.

Von Cramm empfiehlt: "Am besten eine Saftschorle oder Zitronenwasser dazu trinken oder einen Salat mit Zitronendressing oder roher Paprika dazu essen." Das enthaltene Vitamin C verhindert ihr zufolge die Entstehung von Nitrosaminen.

Wer sichergehen will, kann Spinat auch gut gewaschen roh genießen. Zum Beispiel als leckeren Salat mit getrockneten Cranberries und Mandelblättchen oder zur Suppe. So bleiben alle enthaltenen Nährstoffe wie das Vitamin C und Beta Karotin erhalten - und aufwärmen muss man ihn nicht.

Bundesinstitut für Risikobewertung zu Nitrat

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