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Der tägliche Genuss von bis zu 300 Milligramm Koffein stellt normalerweise kein Gesundheitsrisiko dar.

Genuss oder Gefahr?

Wie viele Tassen Kaffee sind noch gesund?

Kaffee macht munter. Kein Wunder also, dass das Getränk extrem beliebt ist. Bei regelmäßigem Konsum tritt jedoch eine Gewöhnungseffekt ein. Doch die Koffein-Dosis sollte nicht unkritisch erhöht werden...

Zu empfehlen: Wasser zum Kaffee

„Jetzt brauch ich erst mal einen Kaffee“ sagen sich allein hierzulande pro Sekunde rund 2300 Liebhaber des aromatischen Getränks. Die Deutschen trinken Kaffee selten in Begleitung eines Glases Wasser. Anders in Österreich, wo der Herr Ober diverse Kaffeegenüsse stets mit einem Glaserl kühlem Nass serviert. Das hat den Vorteil, dass die verstärkt gebildete Magensäure verdünnt werden kann. Zudem wirkt Kaffee besonders bei gelegentlichem Genuss oft auffällig harntreibend. Steht dem Körper jedoch genügend Flüssigkeit zur Verfügung, kommt es normalerweise kaum zu einem Angriff des Wasserdepots in und um die Zellen.

Koffein in Schokolade

Wird insgesamt zu wenig über den Tag getrunken, hat das grundsätzlich einen negativen Einfluss auf nahezu sämtliche Abläufe im Körper. Ein Flüssigkeitsdefizit kann sich beispielsweise akut in Form von Kopfschmerzen zeigen. Das Wasser zum Kaffee macht also durchaus Sinn. Ein täglicher Genuss von 300 Milligramm Koffein stellt normalerweise kein Gesundheitsrisiko dar. Eine 150-Milliliter-Tasse Kaffee enthält zwischen 50 und 100 Milligramm Koffein. Wer aus Bechern schlürft, wird beim Überprüfen des Fassungsvermögens überrascht sein: Größere Becher können bis zu 500 Milliliter aufnehmen. 50 bis 110 Milligramm Koffein lassen sich übrigens auch in einer Tafel Halbbitterschokolade nachweisen.

Gewöhnungseffekt durch regelmäßigen Konsum

Wer regelmäßig Kaffee in höherer Dosierung zu sich nimmt, wird feststellen, dass sich die aufmunternde Wirkung zunehmend abschwächt. Es stellt sich eine gewisse Toleranz bzw. ein Gewöhnungseffekt zu Koffein ein. Eine Person, die unter der Woche größere Mengen Kaffee trinkt und am Wochenende zurückhaltend ist, wird sich möglicherweise in dieser Zeit etwas schlapp fühlen oder gar unter Kopfschmerzen leiden. Denn der Wachmacher Koffein hat als Gegenspieler die körpereigene Substanz Adenosin. Verliert das Koffein seine Wirkung, siegt mit Hilfe von Adenosin die Müdigkeit. Ein Koffeinentzug alleine über die Nachtphase kann trotz ausreichend Schlaf zu Ermüdungserscheinungen am Morgen führen.

Kaffee: Die fünf wichtigsten Studien 

Koffein kann die Gesundheit fördern

Der Ruf nach Kaffee ist demnach geprägt von Abhängigkeit, Ritual und Genuss. Ein gemäßigter Kaffeekonsum kann der Gesundheit durchaus zuträglich sein. So lässt sich möglicherweise ein schwacher Blutdruck zu etwas Aufschwung verhelfen, die körperliche und geistige Leistung steigern, den Stoffwechsel anregen, die Magensaftproduktion ankurbeln und sogar die Bronchien leicht entspannen. Koffein wird mitunter auch bei der medikamentösen Therapie von Migräne und chronischen Kopfschmerzen eingesetzt. Sportler nutzen nicht selten die leistungssteigernde Wirkung des Koffeins. Ihnen stehen unter anderem koffeinhaltiger Kaugummi zur Verfügung, bei dem der Stoff direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen wird.

Doping mit Koffein?

Koffein galt lange Zeit als Doping-Mittel. Es wurde erst 2004 von der Welt-Antidoping-Agentur und dem Internationalen Olympischen Komitee von der Dopingliste gestrichen. Als Fazit bleibt: Kaffee kann, muss aber nicht sein. Wenn Kaffee, dann möglichst max. sechs Tassen oder drei Becher pro Tag. Mindestens eineinhalb Liter Wasser, Kräuter- oder Früchtetee, alkoholfreies Bier oder hoch verdünnte Saftschorlen sollte eine erwachsene Person über den Tag trinken, dann wirkt der Kaffee auch nicht entwässernd. Die schonendste Art der Zubereitung ist der klassische Filterkaffee. Ein sättigender Effekt lässt sich mit einem großen Milchkaffee erzielen. Eiskaffee dagegen ist meist hochgezuckert, der Klassiker durch die Sahne auch noch sehr fetthaltig. Eine Portion kommt locker auf 200 bis 500 Kilokalorien.

Filterkaffee: die acht besten Zubereitungs-Methoden

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