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„Glühwein, nein danke“, sagt Armin Linder.

Nicht jeder fährt darauf ab

Kommentar: Glühwein? Geht mir weg mit dem Gesöff

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München - Glühwein ist das Weihnachtsmarkt-Getränk Nummer 1. Was unser Autor einfach überhaupt nicht verstehen will. Ein Kommentar.

Wein ist ein wunderbares Getränk. All die Geruchs- und Geschmacksnuancen betören die Sinne. Vom Anbau der Trauben über das Maischen, Keltern bis hin zur Reifung steckt so viel Wissen und so viel Arbeit in der Herstellung, dass es ein Faszinosum ist. Das man schmeckt. 

Glühwein ist kein wunderbares Getränk. Als würde man auf der Wiesn eine Flasche Maggi auspacken, den kompletten Inhalt in die Mass Bier kippen - und dann die Bedienung noch bitten, das Ganze zu erwärmen. 

Schon beim Gedanken an Glühwein bekomme ich Kopfweh. Dabei trinke ich nicht einmal welchen. Wie kann man ein Getränk wie Wein nur mit Zucker, Nelken und Gewürzen niederwalzen, bis jeder subtile Geschmack nicht einmal mehr eine Ahnung ist? 

Und wie können auch noch Tausende, ja Hunderttausende Menschen zu dieser Jahreszeit vier Euro fürs Haferl hinlegen? Um sich dann entweder die Zunge zu verbrennen oder das Ganze auf den dicht gedrängten Nebenmann schütten?

Liebe Freunde, liebe Bekannte: Ich schließe mich euch gerne auf einen Tee oder einen Kaffee oder ein Bier an, ich möchte aber bitte dieses Jahr nicht gefragt werden, ob ich mit "auf einen Glühwein" gehe. Lieber verdurste ich.

Eine Liste der Münchner Weihnachtsmärkte finden Sie hier - mit Glück finden Sie dort auch etwas anderes zu trinken als Glühwein.

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