Glas-Konserven - Dies ist ein Bild des dpa Bildfunks
+
Hobby-Gärtner konservieren ihr selbst angepflanztes Gemüse, damit sie länger was davon haben. Doch dabei gilt es, einiges zu beachten.

Tipps

Lebensmittel selbst konservieren: Experten warnen vor gefährlicher Lebensmittelvergiftung

  • Ömer Kayali
    vonÖmer Kayali
    schließen

Durch die Konservierung lässt sich eigens angebautes Gemüse lange haltbar machen. Aber wenn sie nicht korrekt durchgeführt wird, kann das sogar lebensgefährliche Folgen haben.

Viele Leute bauen in ihrem Garten oder auf dem Balkon selbst Gemüse oder Obst* an. Doch was tun, wenn man zu viel angepflanzt hat und mit dem Verzehr gar nicht hinterher kommt? Konservieren ist eine Möglichkeit, mit der Sie das Gemüse länger haltbar machen können.

Aber Vorsicht! Wenn die Konservierung zu Hause nicht auf die richtige Weise durchgeführt wird, könnte das sogar lebensgefährliche Folgen haben.

Lebensmittel selbst konservieren: Behörde warnt vor Lebensmittelvergiftungen

Wie die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) auf ihrer Webseite warnen, können selbstgemachte Konserven bei falscher Vorgehensweise Botulismus verursachen.

Was ist Botulismus? Botulismus ist eine sehr gefährliche Form einer Lebensmittelvergiftung. Die seltene, aber potenziell tödliche Krankheit wird durch ein Gift verursacht, das von einem Keim namens Clostridium botulinum produziert wird. Dieser Keim kommt im Boden vor. Unter bestimmten Bedingungen überlebt er und wächst im Gemüse weiter.

Folgende Lebensmittel sind aufgrund ihres niedrigen Säureanteils besonders anfällig:

  • Spargel
  • Grüne Bohnen
  • Rüben
  • Mais
  • Kartoffeln
  • Tomaten
  • Fleisch und Fisch

Kaum bekanntes Risiko: So erkennen Sie rechtzeitig, ob ein Kürbis giftig ist.

Die Folgen der Botulismus-Lebensmittelvergiftung

Gefährlich wird der Keim, wenn er in den Konserven sein Gift weiter produziert, zum Beispiel wenn Lebensmittel auf die falsche Art konserviert werden. Die Druckkonservierung ist die einzige empfohlene Methode zum Einmachen von säurearmen Lebensmitteln.

Wer das vergiftete Lebensmittel konsumiert, kann laut CDC Nervenschäden und Lähmungen davontragen und sogar sterben. Das Botulinumtoxin ist mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. Es schmeckt und riecht auch nicht, aber schon eine kleine Dosis kann sehr gefährlich sein.

Botulismus kann folgende Symptome verursachen:

  • Verschwommene Sicht
  • Hängende Augenlider
  • Unverständliche Sprache
  • Schluckbeschwerden
  • Eine sich dick anfühlende Zunge
  • Trockener Mund
  • Muskelschwäche

Auch interessant: Welches Obst und Gemüse lässt sich im Schatten anbauen?

Wenn Sie Zweifel haben, werfen Sie die Lebensmittel weg!

Wenn Sie unsicher sind, ob die konservierten Lebensmittel noch gut sind, sollten Sie sie auf gar keinen Fall probieren. Achten Sie daher darauf ob:

  • der Behälter undicht, prall oder geschwollen ist,
  • der Behälter beschädigt oder rissig aussieht,
  • der Behälter beim Öffnen Flüssigkeit oder Schaum verspritzt,
  • der Behälter undicht, prall oder geschwollen ist,
  • das Lebensmittel verfärbt, verschimmelt ist oder schlecht riecht.

Bei diesen Anzeichen sollten sie die Konserve im Zweifel besser wegwerfen. (ök) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Lesen Sie auch: So kombinieren Sie geschickt Obst und Gemüse miteinander.

Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Eier Haltbarkeit erkennen
Fisch Haltbarkeit erkennen
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Auch interessant

Kommentare