Zum Ramadan bot Lidl eine orientalische Woche.
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Zum Ramadan bot Lidl eine orientalische Woche.

"Wortwörtlich eine Schweinerei"

Lidl-Shitstorm wegen Schweinefett in Ramadan-Produkten

  • Franziska Kaindl
    VonFranziska Kaindl
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Das Netz wütet gegen Lidl – der Grund: Während einer orientalischen Woche zum Ramadan bietet der Discounter Produkte mit Schweinefett an.

Da hat sich Lidl aber was eingebrockt: Für den muslimischen Fastenmonat Ramadan ließ sich der Discounter eine orientalische Woche einfallen – im Angebot gibt es Spezialitäten wie Börek, Falafel, Pide, Tajine oder Bulgur. Doch gerade eine Frischkäseschnecke vom Hersteller „1001 delights“ sorgt für Aufruhr auf Facebook: Die enthält nämlich Schweinfett.

Produkt mit Schweinefett: Shitstorm gegen Lidl

Bekanntermaßen ist im Islam der Verzehr von Schweinefleisch verboten. Kein Wunder also, dass es auf Facebook nun haufenweise Kritik hagelt. Aufmerksame Augen entdeckten den Inhaltsstoff auf der Rückseite der Verpackung und machen nun ihrem Ärger Luft:

„Das ist wortwörtlich eine Schweinerei‼️ Ihr bietet hier Produkte aus dem Orient mit Schweinefett an‼️“, heißt es unter anderem.

Eine weitere Nutzerin empört sich ebenso: „Ich verstehe nicht wieso ihr eine orientalische Woche anbietet und es Produkte mit Schweinefett gibt!!! Echt respektlos und unverschämt! Und noch besser finde ich es, dass ihr euch nicht mal dazu äußern könnt!!!!“

Ramadan-Produkt: Das sagt Lidl

Mittlerweile kommentierte der Discounter jeden der zahlreichen wütenden Posts mit folgender Antwort:

„Hallo, es liegt uns als Handelsunternehmen sowie unseren Lieferanten mehr als fern unsere Kunden durch Produktverpackungen oder Werbung zu täuschen. Dass es in diesem Fall den Anschein gemacht hat, bedauern wir sehr. Gerade bei Lebensmitteln ist es unser oberstes Ziel, eine kompromisslose und gleichbleibend hohe Produktqualität zu gewährleisten. Daher sind wir für jeden Hinweis unserer Kunden dankbar, der uns hilft, unsere Produkte noch weiter zu verbessern. Folglich werden wir die Rezeptur des o.g. Artikels für die nächste Aktion überarbeiten.“

Der Shitstorm gegen den Discounter überschattet den Erfolg von Lidl UK: Dort gewann die Supermarktkette einen Preis für ihren hervorragenden Billig-Sekt. Auch eine Eismaschine aus dem Angebot fiel durch ihren Spottpreis auf.

Auf Merkur erfahren Sie außerdem alles, was Sie über dem muslimischen Fastenmonat Ramadan wissen müssen.

Von Franziska Kaindl

Woher kommen eigentlich bekannte Markennamen?

Der Name „Tchibo“ ist eine Zusammensetzung der Anfangsbuchstaben von "Tchilling" und "Bohnenkaffee". Carl Tchilling-Hiryan und Max Herz gründeten das Unternehmen 1949 in Hamburg als Postversand von Bohnenkaffee.
Lange hielt sich das Gerücht, dass der Name BiFi von "Bissfinger" kommt. Doch dabei handelt es sich einfach um eine eingedeutschte Form von "beefy", was so viel wie "fleischig" bedeutet.
Aldi ist ein weiterer Firmenname, der einen Hinweis auf die Gründer gibt: Karl und Theo Albrecht expandierten in den 50er Jahren mit dem Tante-Emma-Laden ihrer Mutter und bauten somit den Albrecht-Discount auf.
Eigentlich wollten die Gründer Dr. John S. Pemberton und Frank M. Robinson ein Getränk für Kopfschmerzen auf den Markt bringen. Für diese Wirkung ist das Gesöff allerdings heute weniger bekannt und auch die ursprünglichen Zutaten Kokablätter und Kolanüsse werden mittlerweile nicht mehr verwendet.
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