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Ein Quarter Pounder bei McDonald‘s.

Reaktion auf Spott

McDonald's kündigt Burger-Revolution an

Oak Brook - McDonald‘s hat eine kleine Burger-Revolution bekanntgegeben - und reagiert damit vermutlich auch auf den Spott der Konkurrenz.

Wer bei McDonald's in den USA einen Burger bestellt, kann bald in den meisten Restaurants der Fastfoodkette beim Braten von frischem Rindfleisch zuschauen. Das Unternehmen erklärte am Donnerstag, das Fleisch für den Quarter Pounder, der in Deutschland dem Hamburger Royal TS entspricht, werde dann in den meisten Filialen frisch bei Bestellung gebraten. Bis Mitte 2018 will McDonald's den Burger komplett von gefrorenen Fleischscheiben befreien.

Damit versucht der Fast-Food-Konzern, sein Image aufzufrischen, und reagiert auf den Spott der Konkurrenz. So macht sich etwa der Rivale Wendy's schon lange in seinen Werbespots über die schockgefrosteten Fleischscheiben des Branchenführers lustig.

In den USA gibt es frisches Rindfleisch bei McDonald's bereits seit Mai 2016. Allerdings handelte es sich zunächst nur um ein Experiment in Texas, das zuletzt jedoch schon deutlich ausgeweitet worden war.

“Wir haben überwältigend positives Feedback von Kunden und Mitarbeitern erhalten“

„Wir haben überwältigend positives Feedback von Kunden und Mitarbeitern erhalten“, heißt es in einer Pressemitteilung von McDonald's. Die Abkehr vom Tiefgekühlten ist unter Ernährungsexperten umstritten. Auch wenn vielen Kunden frisches Fleisch besser schmeckt - die Schockfrost-Technik gilt als geeignet, um Bakterien vorzubeugen, und die Lebensmittelsicherheit in der Systemgastronomie zu erhöhen.

Für andere Kassenschlager wie den Hamburger und den Big Mac gilt die Neuerung zunächst nicht. Dort liegt im Vergleich zum Quarter Pounder eine kleinere Menge Fleisch auf dem Brötchen. Beim "Viertelpfünder" ist es dem Namen gemäß ein Viertel Pfund, das entspricht gut 113 Gramm. Beim Big Mac sind es zwei kleine Scheiben mit einem geringeren Gesamtgewicht, beim Hamburger eine kleine Scheibe.

Die Fastfoodkette führt das Frischfleisch-Braten nun nach einem Testlauf in rund 400 Filialen in den Staaten Texas und Oklahoma ein. Die Resonanz der Kunden und der Angestellten sei "überwältigend positiv" gewesen, erklärte der Betreiber eines der Restaurants. Konzernchef Steve Easterbrook sagte in einem Video, McDonald's teste auch weitere Neuerungen wie einen Lieferservice nach Hause und das Bestellen und Bezahlen per Smartphone.

Easterbrook war 2015 an die Konzernspitze gerückt, um den nachlassenden Verkauf wieder anzukurbeln. Seitdem gab es bereits mehrere Neuerungen - etwa Frühstück den ganzen Tag lang und die Umstellung auf Eier, die nicht von Käfigtieren stammen.

Bei McDonald‘s essen viele Menschen mit Genuss - es gibt allerdings auch immer wieder Negativ-Schlagzeilen, wie tz.de berichtet. Von einem bestimmten Burger soll ein Mitarbeiter sogar abgeraten haben, ein anderes Produkt erhielt die Testnote „ungenügend“. Spannend für echte Fans: Es gibt bei der Kette „Geheimmenüs“.

dpa/AFP

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