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Das „Maxwerk“ ist eines der ältesten noch in Betrieb befindlichen Wasserkraftwerke – dort könnte ein Café entstehen.

Neue Gastronomie an der Isar

Augustiner bekommt das Maxwerk

Brauerei geht als Sieger aus einem Wettbewerb hervor – Lokalpolitiker fürchten Kommerz.

Gastronomie, mehr Erholung: Diesen Mix soll ein Aufenthalt im innerstädtischen Abschnitt an der Isar zwischen Reichenbach- und Luitpoldbrücke künftig bieten. Die Weichen hat der Stadtrat im Herbst gestellt. An manchen Stellen wird es nun konkreter – am „Maxwerk“ in den Maximiliansanlagen zum Beispiel. Wie in der Sitzung des Bezirksausschusses Au-Haidhausen am Donnerstag bekannt wurde, könnte in dem historischen Gebäude mit dem alten Wasserkraftwerk ein gastronomischer Betrieb in Form eines Cafés entstehen.

Wollen ein Klohäusl in der Ludwigsbrücke zur Kneipe umbauen: Yilmaz Demir (links) und sein Kollege Selcuk Durmaz.

So zumindest hatten Lokalpolitiker ein entsprechendes Schreiben aus dem Referat für Wirtschaft und Arbeit gedeutet, in dem Bürgermeister Josef Schmid (CSU) ihnen den Stand zum „Maxwerk“ mitteilt. Zu ihrer Überraschung tritt demnach Augustiner auf den Plan. In dem Schreiben heißt es: „Die SWM haben nun in einer aktuellen Stellungnahme dargelegt, dass sie im Oktober/November 2015 ein eingeschränktes Bieterverfahren für die künftige Nutzung des Maxwerks durchgeführt haben.“ Bei diesem Bieterverfahren sei die Augustiner- Bräu Wagner KG als Wettbewerbssieger hervorgegangen. Es gebe nun „weiterführende Gespräche“ zwischen Augustiner und den Stadtwerken. Das Laufwasserkraftwerk bleibe in Betrieb. Bei Augustiner war für eine Stellungnahme gestern niemand zu erreichen. Ein Sprecher der Stadtwerke sagte, zum Zeitpunkt könne man noch keine Details zur Nutzung nennen, „da unter anderem noch weitere Prüfungen am Bauwerk und an den technischen Anlagen anstehen“.

Die BA-Mitglieder fürchten eine „Kommerzialisierung der öffentlichen Grünanlagen“, sollte eine Gastro im großen Stil mit Biergarten entstehen. Bürgermeister Schmid betont dagegen, „mehr urbanes Flair am Isarufer würde München gut zu Gesicht stehen“. Selbstverständlich dürfe eine öffentliche Nutzung nur im Einklang mit dem Anwohnerund Naturschutz erfolgen. Und auch Grünen-Stadratsfraktionschef Florian Roth würde ein Café an dem „attraktiven Standort“ begrüßen. Ein anderes Projekt freut den BA: Die Stadt will das verlassene Klogebäude unter der Ludwigsbrücke neu beleben. Es gab eine Ausschreibung, der 39-jährige Münchner Yilmaz Demir bekam den Zuschlag. Er will das Klo zu einer „Boazn“ umbauen, in der die „Oma mit dem Enkel“ genauso einkehren kann wie der „Nachtschwärmer“. Auch der Gastronom Michi Kern sei „mit im Boot“. Den Bauantrag muss die Stadt noch begutachten.

Am Westufer der Isar wünschen sich die Lokalpolitiker einen durchgehenden Radweg auch unter der Maximiliansbrücke. Die Stadt will die Möglichkeiten prüfen.

Anne Hund

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