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Da vergeht auch Nelson Müller die Lust auf Eis. 

 Gar nicht lecker

Nelson Müller deckt auf: So pfuschen Eisdielen und Hersteller

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Die Deutschen lieben im Sommer ein leckeres Eis. Nelson Müller hat deshalb Eiscreme unter die Lupe genommen - das Ergebnis seines TV-Tests schockiert.

Ein leckeres Eis gehört zum Sommer wie Sonne und Strand. Also, ab in die Lieblings-Eisdiele oder in den nächsten Supermarkt. Doch schon bald könnte Ihnen die Lust auf die cremige Schleckerei vergehen: Nelson Müller hat in seinem neuesten TV-Test jetzt eklatante Mängel bei der Hygiene und Qualität von Eiscreme aufgedeckt. 

Eisdielen: Viele Fertigmischungen, wenige mit frischen Zutaten

Der Skandal: Hinter angeblich "hausgemachtem" Eis aus der Eisdiele steckt in Wirklichkeit oft eine Fertigmischung, wie Nelson Müller in der ZDF-Sendung berichtet. Milchpulver und Zuckerbasispulver werden dazu lediglich mit Wasser angerührt. Fertigpasten sorgen dafür, dass das Eis nach Kiwi oder Pistazie schmeckt. Eisesser lieben eben eine große Auswahl - anders sei das nicht möglich. 

Aber es kommt noch krasser: Mehr als die Hälfte der rund 7.000 Eisdielen, stolze 3.800 Stück, soll der selbe Lieferant dieser Fertigmischungen beliefern. Daneben gebe es noch weitere Hersteller. Wie viele Eisdielen ihr Eis also noch selbst aus frischen Zutaten kreieren, kann sich wohl jeder in etwa ausrechnen.

Wie man Fertigmischungen ausmachen kann? Verkauft eine Eisdiele sehr viele verschiedene Sorten, könne das ein Hinweis darauf sein, so die Experten der Sendung.

In Sachen Hygiene sind die Eisdielen-Tester entsetzt. Hier findet Lebensmittelchemiker Dr. Ulrich Nehring in vier von sieben Stichproben erhöhte Keimzahlen - vor allem Enterobakterien, die Durchfall oder Erbrechen auslösen können. Der Experte meint: "Das Eis hätte so nicht verkauft werden dürfen".

Supermarkt-Eis erweist sich als Schaumschläger

Wie sieht es aber beim Fertigeis aus dem Supermarkt aus? Viele der Eiscreme-Hersteller tricksen, in dem sie Luft beimischen, heißt es in der Sendung weiter. Dadurch verkaufen sie zum gleichen Preis weniger Eis. So enthielt das getestete Vanille-Eis von Aldi stolze 51 Prozent Luft, bei Penny waren es sogar 52 Prozent - mehr als die Hälfte. Beim Rewe-Eis waren es immerhin "nur" 25 Prozent Luft. 

Was die Qualität im Allgemeinen angeht, rät eine Eismacherin in der Sendung auf folgendes zu achten: Je kürzer die Zutatenliste, desto hochwertiger das Eis. Um sich "Milcheis" zu nennen, müsse von Haus aus 70 Prozent Milch enthalten sein. Hinter der Bezeichnung "Eis" stecke dagegen oft eine Mischung aus Pflanzenfett und billigen Aromen. 

Ihre Favoriten im Qualitätstest: Das cremige "Langnese Cremissimo Schoko" mit Schokoraspeln für 3,29 Euro. Eher schlecht schnitt dagegen das Mövenpick-Schokoeis ab: Das Eis löse sich im Mund sofort auf. 

Fertigeis: Geschmack ist sehr gut

Wirklich überzeugen kann deutsches Eis laut des TV-Tests lediglich im Geschmack. Hier konnten Verkoster den Unterschied zwischen Marken und No-Name Produkten oft kaum oder sogar gar nicht unterscheiden - wie etwa das Original "Calippo Cola" von Langnese und "Pianola" von Lidl - ein gutes Zeichen. 

Das beliebteste Eis am Stiel ist hier Magnum von Lagnese: Rund drei Millionen Stück gehen davon jeden Tag über die Ladentheke. Da können selbst die Nachahmer-Produkte von Milka und Lidl geschmacklich nicht mithalten.

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Schon in der Vergangenheit testete Nelson Müller Supermarkt-Produkte. Lesen Sie hier, was er zu den No-Name-Produkten der Discounter sagt und was Tiefkühl-Pommes seiner Meinung nach taugen.

Von Andrea Stettner

Woher kommen eigentlich bekannte Markennamen?

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