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Etikettenschwindel beim Olivenöl. Nicht alle Olivenöle beinhalten das, was auch drauf steht.

Discounter-Produkt durchgefallen

Test im TV: Schwindel-Vorwürfe bei Olivenöl

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Hamburg - Was draufsteht, muss nicht zwangsweise drin sein. Nach Recherchen des Verbrauchermagazins "Markt" vom NDR weisen einige der Olivenöle, die es im deutschen Einzelhandel zu kaufen gibt, erhebliche Mängel auf. Von Etikettenschwindel bis Panschereien ist alles dabei.

Die Bezeichnungen "nativ extra" oder auf Italienisch auch "extra vergine" stehen für besonders hochwertiges Ölivenöl aus Italien. Sie stehen für Öle, die aus Oliven im perfekten Reifezustand bestehen, die schonend vom Baum gepflückt und sofort ausgepresst wurden. Doch der Schein trügt. Nach Recherchen des Verbrauchermagazins "Markt" im NDR-Fernsehen steckt in vielen Ölen nicht immer das, was auf den Etiketten versprochen wird.

Olivenöl von Discounter durchgefallen

Zwei der überprüften Öle entsprächen laut dem Rechercheteam von "Markt" nicht den Kriterien für die Gütebezeichnung "nativ extra". Die Öle Casa Morando von Aldi und das griechische Öl der Marke Livio sollen beim Test durchgefallen sein. Doch nicht nur bei den Bezeichnungen wurde geschwindelt. Offenbar gibt es auch Ungereimtheiten bei der Herkunft von vier der überprüften Öle.

Getestet wurden die Öle dabei vom deutschen Olivenöl-Panel, einem unabhängigen Experten-Gremium. Die Reporter von "Markt" haben stichprobenartig gängige Olivenöle aus deutschen Supermärkten und Discountern testen lassen. Die Auswahl wurde auf Öle mit der Bezeichnung "extra vergine" beziehungsweise "nativ extra" beschränkt. Die ausgewählten Öle wurden chemisch-physikalisch analysiert und sensorischen Prüfungen unterzogen. Laut dem Panel wurde dabei beim Öl vom Discounter Aldi ein stichiger Geschmack festgestellt. Das Livio Öl soll sogar roh geschmeckt haben. "Für Verbraucher ist die Bezeichnung fehlerhafter Öle mit 'nativ extra' irreführend", so die Experten. Laut EU-Olivenölverordnung stehen die Bezeichnungen "extra vergine" und "nativ extra" für ein fehlerfreies und qualitativ besonders hochwertiges Produkt.

Etikettenschwindel

Zusätzlich hat "Markt" im Labor die Herkunft der Öle untersuchen lassen. Hintergrund sei, dass die Verbraucher sich vor allem für ein Produkt italienischer Herkunft entscheiden würden. Die Ergebnisse zeigen, dass vier Olivenöle, deren Etiketten eine Herkunft zu 100 Prozent aus Italien ausweisen, größtenteils aus Spanien und Griechenland kamen. Eine Mischung aus verschiedenen Herkunftsländern wurde bei einzelnen Ölen zusätzlich nachgewiesen. Auf Anfrage seitens "Markt" berufen sich die Hersteller darauf, dass auf EU-Ebene keine offiziellen Verfahren festgelegt seien, um die Herkunft von Ölen zu bestimmen. Auch Aldi und Livio wiesen die Vorwürfe des NDR zurück. Der Hersteller Livio verwies auf eigene Untersuchungen und teilte mit, das angebotene Olivenöl entspreche den angeforderten Kriterien. Aldi verweist ebenfalls auf interne Prüfungen und erklärt, dass sie den sensorischen Fehler stichig nicht hätten feststellen können.

Bereits zu Beginn des Jahres hatte Stiftung Wartentest verschiedene Öle auf dem deutschen Markt getestet. Die meisten Öle erhielten damals die Note mangelhaft.

af

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