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Bei Lebkuchen und Stollen kommt Orangeat zum Einsatz, aber was ist das überhaupt?

Rezept

Orangeat: Was ist das eigentlich und wie können Sie es selbst machen?

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In der Weihnachtszeit ist es allgegenwärtig: Orangeat. Die süßlich-herbe Backzutat wird für Stollen und Co. verwendet und Sie können sie leicht selbst machen.

Sobald die diesjährige Plätzchenproduktion wieder losgeht und das erste Mal der Christstollen auf der Kaffeetafel steht, begegnet uns eine Zutat, die im restlichen Jahr eher selten zum Einsatz kommt: Orangeat. Wie beim Zitronat verleiht der süßlich-bittere Geschmack verschiedenen Backwaren eine besondere, fruchtige Note.

Was ist Orangeat?

Orangeat wird aus der Schale der Bitterorange hergestellt. Im Gegensatz zur herkömmlichen Orange, ist diese eine Art Kreuzung aus Pampelmuse und Mandarine und im Geschmack deutlich bitterer. Sie ist in Europa viel länger bekannt, als die süße Orange und wird traditionell in Limonaden, Likören und Marmeladen verwendet. Oder eben als Orangeat. Damit ist die kandierte Schale der Bitterorange gemeint, die im Ganzen oder in kleinen Stücken verkauft wird und dann beim Plätzchenbacken und Co. zum Einsatz kommt.

Auch interessant: Eier vergessen? Mit dieser Zutat können Sie trotzdem Plätzchen backen

So wird klassisches Orangeat hergestellt

Für das Orangeat, das Sie im Supermarkt kaufen können, werden die weißen Teile der Bitterorangenschale entfernt. Dem Rest wird mit Meersalz zusätzlich das Bittere entzogen. Dann wird die Schale blanchiert und in einer Zuckerlösung kandiert.

Weiterlesen: Kein Backpulver im Haus? Diese Zutaten ersetzen das Triebmittel

So können Sie Orangeat selbst herstellen

Die Herstellung von Orangeat ist überhaupt nicht schwierig und Sie können es auch zu Hause ganz leicht nachmachen. Dazu müssen Sie nicht einmal Bitterorangen finden. Mit herkömmlichen Orangen funktioniert es auch und viele mögen diesen Geschmack sogar lieber.

Sie brauchen:

  • 2 unbehandelte Orangen
  • 1 Glas Wasser (250ml)
  • 1 Glas Zucker (250ml)

Und so gehen Sie vor:

  1. Schneiden Sie die Schale der Orangen jeweils vier Mal ein und lösen Sie die Schalenviertel von der Orange.
  2. Entfernen Sie dann mit einem scharfen, schmalen Messer so viel von der weißen Innenschale, wie möglich.
  3. Schneiden Sie die Schalenviertel dann in Streifen und geben Sie sie in einen Topf mit Wasser.
  4. Kochen Sie die Schalen etwa zehn Minuten.
  5. Schritt 3 und 4 können Sie bei Bedarf noch einmal mit frischem Wasser wiederholen, um noch mehr Bitterstoffe aus den Schalen zu spülen.
  6. Gießen Sie dann das Wasser ab und füllen Sie die 250 ml Wasser und den Zucker dazu.
  7. Gut umrühren und das Ganze bei niedriger Hitze bis zu eine Stunde köcheln lassen, bis ein dicker Sirup entstanden ist und die Schalen weich und glasig sind.
  8. Lassen Sie die Orangenschalen dann auf einem Gitter trocken, mindestens über Nacht.
  9. Nun müssen Sie die kandierten Schalen nur noch würfeln, in ein verschließbares Glas füllen und im Kühlschrank aufbewahren, bis Sie sie zum Backen verwenden.

Um Zitronat selbst herzustellen, gehen Sie genauso vor, nur dass Sie statt Orangen unbehandelte Zitronen verwenden.

Lesen Sie auch: Plätzchen bleiben besonders lange frisch, wenn Sie diesen Fehler vermeiden.

ante

Der große Weihnachts-Kaloriencheck

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