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Lieber auf Nummer sicher gehen: Sammler sollten ihre Pilze vor dem Essen von einem echten Pilzkenner begutachten lassen.

Pilzsaison rückt näher: Expertin warnt vor Verwechslungen

Frische Luft und die Aussicht auf ein leckeres Essen: Pilze sammeln ist ein netter Zeitvertreib. Experten zufolge gibt es dazu bald wieder reichlich Gelegenheit. Allerdings ist Vorsicht geboten: In manch einem Pilz steckt tödliches Gift.

Mainz - Das feucht-warme Wetter der vergangenen Tage könnte nach Einschätzung des Giftinformationszentrums von Rheinland-Pfalz und Hessen die Pilze bald richtig sprießen lassen - und damit Gefahren bringen.

"Dieses Klima ist günstig für das Pilzwachstum. Normalerweise setzt die Saison Mitte Juni ein", sagte die Biologin und Mitarbeiterin der Notrufzentrale, Dagmar Eckart. Wer Pilze sammeln will, sollte sie vor dem Essen von einem echten Pilzkenner begutachten lassen. Viele Gemeinden böten während der Saison auch einen Check für den Pilzkorb an - bedenkliche Exemplare fliegen dann sofort raus.

"Vergiftungen mit Pilzen kommen schon häufiger vor. Wir haben im Jahr etwa 500 bis 600 Anrufe wegen entsprechender Verdachtsfälle und tatsächlichen Vergiftungen", sagte Eckart. Am gefährlichsten sei der Knollenblätterpilz. Er werde gelegentlich mit dem Champignon verwechselt. "Man erkennt ihn unter anderem an seinen hellen Lamellen. Der Champignon hat dunkle", sagte Eckart. Die genaue Unterscheidung könne aber gegebenenfalls nur ein Experte leisten.

Der Tipp der Gift-Experten lautet, sich am besten freiwillig zu beschränken. "Wir empfehlen: Wer nach Pilzen sucht, sollte sich am besten auf Schwammpilze oder Röhrenpilze beschränken. Auch da kann es zu Problemen kommen, keiner dieser Pilze schädigt aber die Organe", sagte Eckart. "Giftige Lamellenpilze können hingegen tödlich sein."

Vergiftungszentralen im Überblick ´

dpa

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