Gesunde Knolle?

Pommes frites enthalten mehr Vitamin C als gekochte Kartoffeln – Doch es gibt einen Haken

  • Maria Dirschauer
    vonMaria Dirschauer
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Pommes sind wohl doch nicht so böse wie ihr Ruf – sie enthalten mehr Vitamine als andere Kartoffelprodukte. Doch es ist nicht alles Gold, was goldbraun-frittiert glänzt.

Kartoffeln* sind ein sehr beliebtes und vielfältiges Nahrungsmittel in der deutschen Küche. Egal, ob gebacken, gekocht oder frittiert: Fast jeder isst regelmäßig Kartoffeln in der einen oder andere Form, mal als Snack zwischendurch, mal als Sättigungsbeilage. Dabei gelten Pommes frites leider häufig als ungesund, was echte Pommes-Fans zwar nicht abhalten wird, aber einem häufigen Genuss doch einen kleinen Dämpfer verpasst. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer: Vielleicht sind Pommes gar nicht so ungesund – zumindest auf einen Aspekt bezogen.

Pommes haben höheren Vitamin-C-Gehalt als gekochte Kartoffeln

Wie das Portal watson.de berichtet, haben Kartoffeln einen überraschend hohen Vitamin-C-Gehalt. Allerdings geht bei der Zubereitung immer ein Teil davon verloren. Vor allem beim Kochen von geschälten Kartoffeln verschwinden viele Nährstoffe. Hier kommt der Hoffnungsschimmer für Pommes-Freunde ins Spiel: Durch den plötzlichen Temperaturwechsel beim Frittieren bleibt mehr vom Vitamin C erhalten! Frittieren ist also schon mal gesünder als Kartoffeln kochen, zumindest im Vitamin-C-Sektor.

Ein weiterer Bonus: Tiefkühl-Pommes werden aus im Herbst geernteten Kartoffeln hergestellt. Die enthalten im Vergleich zu Frühkartoffeln, die am Jahresbeginn geerntet werden, mehr Vitamine und Nährstoffe. Und die bleiben durch das Schock-Gefrieren auch länger erhalten.

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Sind Pommes gesünder als andere Kartoffel-Zubereitungen? Leider gibt es einen Haken

Ein Erwachsener könnte tatsächlich mit 600 Gramm Pommes frites seinen Tagesbedarf an Vitamin C decken., wie die Zeit berechnete. Jetzt kommen wir zum Aber: Wirklich gesund ernährt man sich auf diese Weise natürlich nicht. Erstens werden Pommes durch das Frittieren in heißem Fett zu wahren Kalorienbomben. Zweitens werden dabei meistens ungesunde Transfette verwendet. Drittens kann sich Acrylamid bilden, das für die Knusprigkeit der Pommes verantwortlich ist, aber stark gesundheitsgefährdend ist.

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Gesündere Alternativen für die Zubereitung von Pommes und Kartoffeln

Beim Zubereiten zuhause kann es schon helfen, wenn Sie die Tiefkühl-Pommes nicht frittieren, sondern im Backofen oder in einer Heißluft-Fritteuse (werblicher Link) backen. Dadurch enthalten sie weniger Fett. 100 Gramm Tiefkühl-Pommes schlagen im Backofen zubereitet zum Beispiel noch mit 150 Kalorien zu Buche.

Besser als Pommes frites sind übrigens Ofenkartoffeln oder Bratkartoffeln. Ein Trick, um den Vitamin-C-Gehalt zu erhalten: Geben Sie die Kartoffeln für Bratkartoffeln roh in die Pfanne anstatt sie vorzukochen. Schneiden Sie sie dafür in sehr dünne Scheiben und haben Sie etwas mehr Geduld beim Braten. (mad) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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So wird die Kartoffel zum Topmodel

Die Kartoffelspiralen werden auch Twister-Kartoffeln genannt. Sie werden gewürzt und mit Butter bestrichen. Foto: Mathias Neubauer/Gräfe und Unzer Verlag/dpa-tmn
Die Kartoffelkugeln können mit angebratenem Rinderhack oder Pilzen, Zwiebeln und Mozzarella gefüllt werden. Foto: Mathias Neubauer/Gräfe und Unzer Verlag/dpa-tmn
Etwas einfacher herzustellen sind die Kartoffelfächer. Die Knollen werden nur ein-, aber nicht durchgeschnitten. Foto: Mathias Neubauer/Gräfe und Unzer Verlag/dpa-tmn
Für den Zwetschgenstrudel von Caspar Plautz werden mehlige, gekochte und abgekühlte Kartoffeln verwendet. Foto: Julian Mittelstaedt/August Dressbach Verlag/dpa-tmn
So wird die Kartoffel zum Topmodel

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