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Preiskampf: Keine Nestlé-Produkte mehr bei Edeka

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Von: Janina Ottma

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Edeka vs. Nestlé: erbitterte Preiskämpfe
Edeka vs. Nestlé: erbitterte Preiskämpfe © picture alliance / Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

Edeka legt sich mit Nestlé an und bestellt 160 Produkte des Nahrungsmittelherstellers nicht mehr nach. Hinter dem Bestellstopp steckt eine ganz bestimmte Strategie.

In der Lebensmittel-Branche sind Kämpfe um die günstigen Einkaufspreise nicht selten. Doch aus den neusten Preis-Verhandlungen zieht die Supermarktkette Edeka ernsthafte Konsequenzen – und verbannt mehr als 160 Nestlé-Produkte aus den Supermarkt-Regalen. 

Nestlé gegen Edeka: Kampf der Giganten 

Schon seit einigen Tagen soll Edeka laut Angaben des Managermagazins keine Produkte von Mega-Konzern Nestlé mehr nachbestellen. Das bedeutet für den Kunden: Nach und nach fliegen Thomy, KitKat, Maggi und mehr als 160 weitere Produkte aus den Supermarktregalen. In den deutschen Filialen werden sie nicht mehr nachbestellt. 

Hintergrund des Boykotts ist laut Presseberichten ein handfester Streit zwischen dem Lebensmittel-Riesen Nestlé und Agecore, einem internationalen Händlerbündnis zu dem neben Edeka unter anderem Intermarché aus Frankreich und Conrad aus Italien gehören. 

Im Zuge des Konflikts warf Edeka Nestlé angeblich vor, Konkurrenten wie Lidl und Aldi deutlich günstiger zu beliefern – eine offizielle Stellungsnahme zum angeblichen Bestellstop gibt es jedoch sowohl von Edeka als auch von Nestlé noch nicht. 

Edeka zieht Konsequenzen aus Preiskampf 

Konsequenzen soll die Supermarkt-Kette Edeka mit ihren fast 6.000 Filialen in Deutschland bereits gezogen haben. Laut Angaben der Augsburger Allgemeinen, die sich wiederum auf das Handelsblatt beruft, hat Edeka seinen Einzelhändlern eine Produkt-Auflistung geschickt, die Alternativen zu den Waren von Nestlé aufführt. Außerdem sei den Händlern nahegelegt worden, bestimmte Produkte von Nestlé zu extrem reduzierten Preisen zu verkaufen. 

Der Grund für diese extreme Reaktion von Agecore liegt vermutlich in den verschärften Wettbewerbsbedingungen auf dem Lebensmittelmarkt. Denn seit ein Monaten setzen auch vermeintliche Discounter immer mehr auf Markenprodukte und kaufen von Riesen-Konzernen wie Nestlé Waren in großen Mengen auf. Bei diesen Mengen machen selbst kleine Preisdifferenzen bei der Lieferung einen großen Unterschied. 

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