+
Es ist Erntezeit für Bärlauch. Für Pflanzenunkundige ist beim Sammeln jedoch Vorsicht geboten. Leicht kann die Pflanze mit den äußerst giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt werden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Lecker und gesund

Reinigt Magen und Darm: Bärlauch ist reich an Sulfiden

Frühlingszeit ist auch Bärlauchzeit. Das nach Knoblauch duftende Gewächs ist nicht nur sehr schmackhaft, sondern auch sehr gesund. Außerdem hat Bärlauch eine reinigende Wirkung. Tipps zum Verzehr:

München (dpa/tmn) - Bärlauch ist besonders reich an Schwefelverbindungen - also Sulfiden. Beim Kauen entsteht Thiosulfinat und das wirkt gegen bakterielle Krankheitserreger, berichtet der Verbraucherservice Bayern. Somit reinigt Bärlauch Magen und Darm - und das ohne Nebenwirkungen.

Ganz wichtig ist allerdings, dass man sich vor dem Verzehr auch wirklich sicher ist, dass man es mit Bärlauch zu tun hat - denn er sieht den giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen sehr ähnlich. Echter Bärlauch riecht nach Knoblauch, wenn man die Blätter zwischen den Fingern reibt.

Auch die Anzahl der Stängel kann helfen, echten Bärlauch zu erkennen: Jedes Bärlauchblatt sprießt an einem einzelnen Stängel aus dem Boden, meist in Gruppen dicht beieinander. Bei Maiglöckchen wachsen hingegen immer zwei Blätter an einem Stängel. Bei Herbstzeitlosen sind es sogar mehrere Blätter, die eng am Stängel anliegen.

Wild gewachsener Bärlauch ist jedoch nicht ungefährlich: An den Blättern können Eier des kleinen Fuchsbandwurms kleben. Da diese erst bei Temperaturen von 60 Grad und mehr absterben, bringt gründliches Waschen oder Einfrieren vor der Nutzung in der Küche nichts. Wer auf sein Bärlauchpesto nicht verzichten möchte, sollte dafür keine wild gesammelten Blätter verwenden.

Hobbygärtner und -köche sollten Bärlauch nur bis zum Beginn der Blüte der Pflanze ernten. Das ist im Mai der Fall. Denn die Zwiebeln müssen noch in der Lage sein, ausreichend Kräfte zu sammeln. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer in Bonn hin.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gebratener Speck ohne Schwein? Das gibt es tatsächlich
Nach der Völlerei des Weihnachtsfestet kommen die guten Vorsätze fürs neue Jahr. Wollen Sie sich vornehmen, weniger Fleisch zu essen? Diese Entdeckung macht es Ihnen …
Gebratener Speck ohne Schwein? Das gibt es tatsächlich
Schlechter Scherz? Diese Nudelpackung kostet 110 Euro
Für gute Pasta kann man schon etwas Geld ausgeben, aber was sich dieser Nudel-Hersteller erlaubt, ist dann doch etwas zu viel des Guten.
Schlechter Scherz? Diese Nudelpackung kostet 110 Euro
Weihnachten in München: Über diese Märkte sollten Sie schlendern
Was wäre die Weihnachtszeit ohne Weihnachts- und Christkindlmärkte? Nur halb so schön, findet Foodbloggerin Bianca. Über welche Märkte sie am liebsten schlendert, lesen …
Weihnachten in München: Über diese Märkte sollten Sie schlendern
Muss ich eigentlich für Leitungswasser im Restaurant bezahlen?
Oft bestellen Gäste im Restaurant nur Leitungswasser, weil sie etwas Geld sparen wollen - und haben das Wasser dann trotzdem auf der Rechnung. Ist das eigentlich erlaubt?
Muss ich eigentlich für Leitungswasser im Restaurant bezahlen?

Kommentare