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Mit ihrem Limoncello-Tiramisu holt Anna Lena Deeg den Sommer nach München.

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Limoncello-Tiramisu: Da steckt viel Sonne drin

München - Studentin Anna Lena Deeg zeigt uns, wie sie herrlich erfrischendes Limoncello-Tiramisu zubereitet. Den Zitronenlikör dafür macht sie selbst.

Eigentlich ist Anna Lena Deeg Skandinavien-Fan. Durch und durch. Der Name Anna Lena lässt zwar Eltern aus dem hohen Norden vermuten. Doch das ist falsch. Der Mutter, einer gebürtigen Münchnerin, „gefiel er einfach gut“.

Der Zeichentrickheld „Wicki“ war Anna Lenas erste Liebe. „Ich hab ihn wahnsinnig gern im Fernsehen gesehen.“ Doch nicht nur die Wikinger begeisterten Anna Lena. Auch die Edda-Dichtung, die im isländischen Hochland spielt, fesselte die junge Frau später derart, dass sie beschloss, Nordistik zu studieren.

Mittlerweile spricht die Studentin fließend schwedisch sowie isländisch und schreibt gerade an ihrer Doktorarbeit. Kulinarisch dagegen schlägt die Münchnerin genau die entgegengesetzte Richtung ein: Da zieht es sie über die Alpen, bis hinunter nach Süditalien.

Die Liebe zu Italien hat sie von ihrer Mama Ulrike geerbt. Diese reiste schon in den 1950er und 1960er Jahren ins beschauliche Cilento südlich von Neapel. Dort lernte die Mutter die für diesen Küstenabschnitt so typischen riesigen Zitronen kennen, die etwas süßlicher schmecken wie die Zitronen, die man hierzulande kennt: sonnengelb, erfrischend im Geschmack, betörend im Duft.

„Jetzt im Frühsommer schmecken die Früchte am besten“, hat Anna Lena Deeg die Erfahrung gemacht. Sie fing zunächst spaßeshalber an, Zitronenlikör, der in Italien Limoncello genannt wird und von vielen Familien dort für den Eigenbedarf hergestellt wird, selbst anzusetzen – „weil mir keiner schmeckte, den es in München zu kaufen gab“. Mittlerweile hat sie in Neuhausen eine kleine Küche angemietet und stellt den Limoncello ohne Farb- und Konservierungsstoffe selbst her. Nach einem Rezept der Mutter, die dieses einst von der Amalfiküste mitgebracht hat.

Stephanie Ebner

Limoncello in Eigenherstellung

Die Früchte für den Limoncello und die Zitronenmarmelade holt die 31-Jährige am liebsten selbst in Italien ab. Was zunächst als Ausgleich zur Doktorarbeit gedacht war, hat sich zu einem kleinen Ein-Mann-Unternehmen gemausert. Der Name hat hier Glück gebracht: „Felice Limone“, was übersetzt glückliche Zitrone heißt. Eine kleine Manufaktur (www.felicelimone.com) als Alternative zur Universitäts- Karriere. „Von der Wikinger-Literatur und der Wissenschaft kann man halt leider nicht leben.“ Die Münchner kann dieser Umstand erfreuen, der Limoncello holt ihnen schließlich die Sonne Italiens an die Isar. Und mit Sekt oder Weißwein aufgegossen, ist er ein herrlicher Sommer-Aperitiv. Prost.

Limoncello-Tiramisu - erfrischend und leicht zugleich

Zutaten für das Limoncello-Tiramisu: 500 g Magerquark, 100 g Zucker, 4 Eier, 80 - 100 ml Limoncello, 80 bis 100 ml Orangensaft Schale einer (Bio)-Zitrone, 200 g bis 300 g Löffelbiskuit

Zum Dekorieren:2 Bio-Zitronen, Minzblätter, Puderzucker 

Zubereitung:

1. Die Eier trennen. Den Eischnee steif schlagen, in der Zwischenzeit kalt stellen.

2. Eigelb und Zucker mit einer Küchenmaschine oder einem Handrührgerät schaumig rühren. Die Creme mit Quark verrühren. Dann mit fein geriebener Zitronenschale abschmecken. Den Eischnee zum Schluss vorsichtig unterheben.

3. Eine Auflaufform nehmen, zunächst den Boden mit der Quarkmasse bedecken.

4. Limoncello und Orangensaft vermischen. Die Löffelbiskuit in die Flüssigkeit eintauchen und nebeneinander in die Form legen, bis die Form ausgefüllt ist. Darauf eine Quarkschicht geben, dann wieder eine Schicht mit eingetauchten Löffelbisquits. Je nach Größe der Form das Ganze zwei bis dreimal wiederholen. Mit einer Quarkschicht enden.

5. Die Schale der Zitronen heiß waschen, dann mit einem scharfen Messer Zitronen in dünne Scheiben schneiden. Diese auf das Tiramisu legen. Alternativer Deko-Vorschlag: Wer will kann das Limoncello-Tiramisu auch mit Zitronen- Zesten dekorieren. Ein Farbtupfer: Vor dem Servieren mit einem Stängel Minzeblättern verzieren.

gen. Alternativer Deko-Vorschlag: Wer will kann das Limoncello-Tiramisu auch mit Zitronen- Zesten dekorieren. Ein Farbtupfer: Vor dem Servieren mit einem Stängel Minzeblättern verzieren.

Tipps:

Am besten schmeckt das Tiramisu, wenn man es am Vortag zubereitet. Dann ist es schön durchgezogen. Wer nicht so lange Zeit hat, sollte bedenken, dass das Dessert mindestens vier Stunden vor dem Verzehr zubereitet wird. Man stellt die italienische Nachspeise bis zum Servieren in den Kühlschrank.

Normalerweise verwenden die Italiener für Tiramisu Mascarpone. Anna Lena Deeg hat bewusst Mascarpone durch Magerquark ersetzt: „Das macht das Tiramisu leichter. Man kann selbst nach einem Hauptgang noch ein großes Stück essen.“

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