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Nach dem Motto „Klein aber fein“ erfreuen sich Jung und Alt im „Schinderstadl“ am Flaucher gleichermaßen an dem gemütlichen Ambiente.

Entspannt erleben Radler neben Wanderern und „Flaucherianern“ die unberührte Natur

Schinderstadl: Bayerische Almhütte mitten in München

Wer sich einmal richtig verwöhnen lassen will, und zwar genauso wie auf einer echten Berghütte, der muss dafür gar nicht erst ins Oberland fahren, sondern kann sich das entspannende Naturerlebnis auch mitten in München im frisch renovierten „Schinderstadl“ nahe beim Flauchersteg gönnen.

Diese für Radler, Wanderer, Jogger, Skater, Gassigeher, Fußballer, Grillfans und badende „Flaucherianer“ gleichermaßen willkommene Imbissstation liegt abseits von Verkehr und Trubel am Rande des grünen Idylls der Isarauen in Thalkirchen.

So bietet es sich geradezu an, in aller Seelenruhe am Fluss entlangzuspazieren, dabei vielleicht Enten und Schwäne zu füttern, dann über die Brücke am Wehr zu flanieren und schließlich auf ein kühles „Löwenbräu“-Bier, einen Leberkäs oder einen hausgemachten Windbeutel mit Preiselbeersahne einzukehren. Erst recht, nachdem die erfahrene Gastronomin Antje Schneider den „Schinderstadl“ in der letzten Zeit mit viel Sinn für die gute alte Tradition wieder richtig aufpoliert hat – und das gilt sowohl für die inneren als auch für die äußeren Werte.

„Bei uns sollen die Gäste das erhalten, was sie sonst nicht mehr bekommen, aber doch wollen“, lautet ihr Credo. Daher legt sie in dem „Klein-aber-fein“-Ambiente Wert darauf, dass alles stimmig ist und die Dekoration nach dem Motto „Zurück zu den Wurzeln“ die Originalatmosphäre einer bayerischen Almhütte ausstrahlt. Dazu zählen dann, weil das Auge ja auch mit genießt, verschiedene – nur auf den ersten Blick nebensächliche – Äußerlichkeiten wie schönes Geschirr mit buntem Rosendekor, blühende Blumenpracht vor dem Stadl und statt Biergartentische alpenländisch helle Holzgarnituren, die sehr zur Gemütlichkeit mit beitragen. Die Resonanz ist nach einigen Monaten schon sehr positiv, viele junge Familien mit Kindern oder auch Angestellte aus den umliegenden Betrieben fühlen sich im „Schinderstadl“ bestens aufgehoben. Die 90 Plätze unter dem schattigen Blätterdach der Bäume am Wasser mit Sonnenbestrahlung bis in die Mittagsstunden laden die Gäste so wie nach einer zünftigen Bergtour zum Relaxen ein - vorzüglich versorgt von dem jungen Serviceteam.

Das bietet eine bodenständige und bürgerliche Küche, die mit einem speziellen Pfiff präsentiert wird: Den Cappuccino kann man so wie früher mit Schlagsahne bestellen, auf der täglich wechselnden Karte gibt es auch einfache Gerichte wie ein Pilz-Kartoffel-Gröstl, und der Apfelstrudel wird frisch im Reindl gebacken. Außerdem gibt es natürlich auch abends bei schönem Wetter vom Grill neben der Hütte Fleisch, Bratwürste oder Maiskolben, was bei den Jugendlichen besonders gut ankommt. Dazu wird eine Halbe Franziskaner oder Löwenbräu für 2,50 Euro oder auch eine Weißweinschorle gereicht.

Der absolute Hit ist aber das Serviceangebot für alle, die in der Umgegend des Badezentrums am Flaucher gerne selber grillen möchten. Alles, was dafür benötigt wird wie Fleisch, Gemüse, Semmeln und selbstverständlich die obligatorische Flüssignahrung, kann man im „Schinderstadl“ einkaufen, erhält für den Transport sogar ein kleines Leiterwagerl, und auf geht’s ins Vergnügen! Genügend Parkplätze gibt es ganz in der Nähe, geöffnet ist von 10 bis 22.30 Uhr.

Infos: 28 85 96 86.

BERND KREUELS

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