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Die Deutschen mögen's süß. 110 Kugeln Eis isst jeder durchschnittlich im Jahr.

Schlecken statt löffeln: Jeder isst 110 Kugeln Eis im Jahr

Warum kauft man Eis eigentlich in einer "Diele"? Und wo, wenn nicht in Italien wurde die kalte Leckerei rund um Stracciatella, Amarena und Co. erfunden? Zehn Fragen zum Eis.

Berlin - Egal ob am Stiel, in der Waffel oder aus dem Becher - viele Menschen genießen im Frühling das erste Eis. 110 Kugeln davon isst jeder in Deutschland durchschnittlich im Jahr. Alles rund ums Eis:

110 Kugeln Eis im Jahr pro Kopf:

7,6 Liter oder 110 Kugeln Eis gönnten sich jeder Deutsche durchschnittlich pro Kopf im vergangenen Jahr, wie der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie mitteilte.

Die Eistypen: "Eisschlecker" vor "Eislöffler"

Die meisten Deutschen schlecken ihr Eis. Zumindest gaben das 2014 rund 38 Prozent der Befragten in einer repräsentativen Umfrage der Süßwarenindustrie an. Es folgen "Eislöffler" mit 21 Prozent und "Eisbeißer" mit 18 Prozent. Am Ende des Rankings stehen mit 5 Prozent die "Wühler", die das Eis solange im Becher verrühren, bis es cremig wird.

Die beliebtesten Sorten

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr die klassischen Sorten wie Schokolade, gefolgt von Vanilleeis und Haselnuss bevorzugt, wie die Union italienischer Speiseeishersteller Uniteis mitteilte.

Exotisches Eis im Trend:

2015 wollen die Hersteller neue kulinarische Trends setzen, wie eine Sprecherin von Uniteis sagte. Dazu gehörten Kreationen wie etwa Pfirsich mit Lavendel, Schokolade mit Chili oder Birne mit Parmesan. Zum Eis des Jahres 2015 kürte der Verband übrigens Erdbeere mit Balsamico. Die Hersteller berücksichtigen zudem immer mehr die Wünschen von Veganern und Menschen mit Allergien.

Eisdiele oder Tiefkühltruhe?

Das meiste Eis essen die Deutschen nicht in der Eisdiele, sondern kaufen es im Handel: So lag der Marktanteil beim Industrie-Eis 2014 nach Angaben der Süßwarenindustrie bei 81,6 Prozent, nur 15,9 Prozent wurden handwerklich in Eisdielen hergestellt. 2,5 Prozent fallen auf Softeis, das über Fast Food-Ketten und Automaten vertrieben wird.

Berlin ist die Deutsche Eis-Hauptstadt:

In Deutschland gibt es etwa 9000 Eisdielen. Nach Angaben von Uniteis produzieren davon etwa 3300 Eisdielen die Eiscreme selbst. Mit mehr als 500 Niederlassungen gibt es nirgendwo in Deutschland so viele Eisdielen wie in Berlin. Traditionell sind aber auch immer noch besonders viele Eisdielen im Ruhrpott, im Rheinland und in Bayern.

Wer hat das Eis erfunden?

Vermutlich erfanden Chinesen das Speiseeis. Das soll vor Tausenden Jahren gewesen sein. Die Chinesen sollen mit Hilfe von Schnee aus Milch, Wasser und Früchten Eis gemacht haben. Berühmt ist heute aber vor allem ein Land für die kalte Schleckerei: Italien.

Welche Zutaten kommen ins Eis?

Die Grundzutaten für Speiseeis sind der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zufolge Milch und Milcherzeugnisse wie Sahne und Butter, verschiedene Zuckerarten und nach Belieben auch Früchte, Gewürze, Nüsse oder Schokolade.

Warum kauft man Eis in einer "Diele"?

Viele der im der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eingewanderten italienischen Händler verkauften ihr Eis vom Wagen aus, andere meldeten ihr Geschäft in der Wohnung an und verkauften Eis aus dem Fenster. Damit die Kunden besser an die Öffnung herankamen, legten die Eisverkäufer Dielenbretter darunter. Die "Eisdiele" war geboren.

Macht Eis dick?

Die Ernährungsgesellschaft meint: "In kleinen Mengen und bewusst als Dessert genossen, muss Eis nicht unbedingt eine Kalorienbombe sein." Fruchteis ist generell kalorienärmer als Milcheis: Eine kleine Portion Vanille-Rahmeis mit Schokoladensoße und Sahne belastet das Kalorienkonto mit etwa 420 Kalorien, ein Fruchteisbecher mit Sahne und Krokant dagegen mit rund 260 Kalorien.

dpa

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