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Alfons Schuhbeck und sein neues Koch-Team.

Neuer Sternenhimmel

Schuhbeck eröffnet "Fine Dining im Boettners" am Platzl

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Eines kann Alfons Schuhbeck gar nicht leiden: Langeweile! Daher sucht sich der Starkoch immer neue Herausforderungen. Am Dienstag eröffnete er sein Restaurant "Schuhbecks Fine Dining im Boettners" am Platzl.

Ein weiteres Schuhbeck-Geschäft im Herzen der Stadt: „Es ist für die Gäste gedacht, die Sterneküche genießen – und auch ein bisserl sitzen bleiben wollen“, erklärt der Gastronom.

Die Speisekarte gestern verriet schon, wo die kulinarische Reise hingeht: So lockten unter anderem Schwarzer Kabeljau mit grünem Curry und wildem Broccoli, Rehrücken mit Kohlsprossen und Granatapfel sowie Rinderrücken auf Holzkohle gegrillt.

Das 3-Gänge- Menue kostet 83 Euro – das 5-Gänge-Gaumen-Erlebnis 113 Euro. „Dieses Restaurant soll die Menschen verwöhnen, die sich für das Essen und das Zusammensein ihre Zeit nehmen wollen“, so Schuhbeck.

Platz hat er in seinem Fine Dining für 35 Gäste. Um dem Publikum auch gerecht zu werden, wurde eine brandneue Küche eingebaut. Die edlen Holzverkleidungen im Gastraum, die die Stammgäste des Boettners (das schon 1901 eröffnet wurde) noch kennen dürften, bleiben erhalten. Der gute Rest wurde nobel renoviert und modernisiert.

Küchenchef ist Maurice Kriegs, der schon zwei Jahre Erfahrung in einem Drei- Sterne-Restaurant sammeln konnte. „Und davor war er sechs Jahre bei mir“, fügt Schuhbeck lächelnd an. Wegen des neuen Gourmet- Tempels wird sich auch etwas in den Südtiroler Stuben ändern: „Dort bieten wir dann ab dem Umbau im Februar eine Karte mit bayerischen und italienischen Speisen an“, so der Starkoch. Das soll die Gäste ansprechen, die am Abend noch viel vorhaben. Und eben nicht stundenlang in einem Restaurant genießen wollen.

Das ist nicht alles: In der Orlando-Passage will der Gastronom bald Pizza und Burger servieren – für den schnellen Hunger. Eins steht fest: Bald dürfte Schuhbeck wirklich alles abgedeckt haben…

Das Platzl-Imperium

Es ist Münchens gute Stube – und es ist das uneingeschränkte Hoheitsgebiet von Alfons Schuhbeck: das Platzl nahe dem Marienplatz. Klar: Hier gibt’s das Hofbräuhaus, hier gibt’s das Hard Rock Café, aber ansonsten gibt’s hier vor allem Schuhbeck. Der Starkoch betreibt unter anderem das Schuhbecks in den Südtiroler Stuben (Foto links unten), das Orlando, eine Kochschule, einen Gewürzladen.

Und jetzt eben auch noch das ehemalige Boettners. Die Kollegen nebenan verstehen sich übrigens gut mit dem prominenten Platzl-Nachbarn. Hofbräu-Chef Michael Möller, oberster Hausherr im Hofbräuhaus, sagt zum Beispiel: „Das ist kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander.“

Von Armin Geier

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