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Frischer Spinat sollte zügig verzehrt werden. Längeres Warmhalten und Aufwärmen tut ihm nicht gut.

Spinat: Das schnelle Gemüse mit den vielen Vorzügen

Frischer, junger Spinat schmeckt lecker und ist ruck-zuck zubereitet. Alles zu Nährstoffen, Kalorien und Zubereitung Wir

Einfaches Blitzrezept

Weil sich das Gemüse selbst für ausgewachsene Kochmuffel bestens eignet, hier ein Blitzrezept: Spinat gründlich im kalten Wasser waschen, etwas Öl im Topf zusammen mit etwas gemahlenen Chili und Koriander oder einem Hauch Muskat erhitzen, eine gehackte Zwiebel und Knoblauch kurz in den Gewürzen andünsten, abgetropften Spinat zugeben, etwas Sahne und Schafskäse untermischen, Deckel schließen, zwei Minuten warten und fertig ist der Genuss. Zur kompletten Mahlzeit fehlen nur noch Spaghetti, Reis, Kartoffeln oder Brot – was gerade da ist.

Garzeit: 2 bis 3 Minuten

Von März bis Anfang Juni und von September bis November wird frischer Freilandspinat angeboten. Pro Portion sollten 300 bis 500 Gramm berechnet werden. Das tropfnasse Gemüse fällt beim Erhitzen schnell auf zirka ein Achtel seines ursprünglichen Volumens zusammen. Weil die Garzeit tatsächlich nur zwei bis drei Minuten beträgt, sollte Spinat immer erst kurz vor dem Verzehr zubereitet werden.

Viele Mineralstoffe

Neben Mineralstoffen wie Calcium und Kalium und den Vitaminen A und C sind die grünen Blätter reich an Folsäure. Das Gemüse ist ohne Sahneblubb sehr kalorienarm. In 200 Gramm verzehrsfertigem Blattspinat stecken gerade mal 30 Kilokalorien, vier Mal soviel dagegen im Rahmspinat. Das Gemüse ist gesund, auch wenn der Eisengehalt mit 3,5 Milligramm pro 100 Gramm nur bei einem Zehntel des über viele Jahre verbreiteten, letztlich falschen Sensationswertes liegt.

Gemüse nicht länger warm halten

Nur einen kleinen Wermutstropfen gibt es: Spinat reichert in den etwas älteren Blättern und dicken Blattrippen verhältnismäßig viel Nitrat an. Damit keine krebsverdächtigen Nitrosamine entstehen können, sollte das Gemüse nicht länger warm gehalten werden. Reste möglichst rasch im kalten Wasserbad abkühlen und sofort in den Kühlschrank stellen. Kinder unter drei Jahren sollten vorsorglich keinen aufgewärmten Spinat essen.

Vitamin C hemmt Nitritbildung

Die Gute Nachricht: Vitamin C hemmt die Nitritbildung und fördert die Eisenaufnahme. Es empfiehlt sich beispielweise ein Glas Orangensaft zum Essen zu trinken oder die Salatmarinade für Spinatsalat mit frischem Zitronensaft anzumachen.

Spinat innerhalb von zwei Tagen zubereiten

Roher Spinat sollte innerhalb von maximal zwei Tagen zubereitet werden. Blanchiert lässt er sich gut bis zu 12 Monaten einfrieren. Außerhalb der Saison ist ungewürzter Tiefkühlblattspinat bequem nutzbar. Konventionelle Spinaterzeuger in Deutschland, den Niederlanden oder Belgien kommen auf bis zu vier Ernten pro Jahr. Bio-Landwirte ernten seltener, weil sie ihrem Spinat längere Wachstumsphasen gönnen. Wird das Gemüse in aller Herrgottsfrühe geerntet, hat es die beste Qualität und Frische.

So wird Spinat gefrostet

Der Anbau von Spinat erfolgt generell ausschließlich im Freiland. Zwischen Ernte und Frostung liegen in der Regel nicht mehr als fünf Stunden. Nach der Wäsche wird das Gemüse etwa 55 Sekunden auf 85 Grad Celsius erhitzt und anschließend auf drei bis vier Grad abgekühlt, danach geschnitten und sofort in den Froster gesteckt. Ein kurzer Prozess also. Für die negative Klimabilanz sorgt eher der lange Transportweg vom Erzeuger bis in den Haushalt, eine ausgedehnte Tiefkühllagerung und die private Handhabung beispielsweise mit kleinen Töpfen auf großen Herdplatten, schlecht sitzenden Deckeln und häufigem Topfgucken.

Rezept: Spinatsalat (2 Pers.)

Zutaten: 500 g junger Spinat, 3 Esslöffel Sonnenblumenkerne, 100 Gramm gehobelter Parmesan, zwei Esslöffel Balsamico-Essig,ein Esslöffel Olivenöl, ein Teelöffel Zitronensaft, ein Teelöffel Holundersirup, Salz, Pfeffer

Zubereitung: Spinat gründlich waschen, Sonnenblumenkerne ohne Fett rösten, Salatsoße herstellen, mit dem Salat mischen, Sonnenblumenkerne und Parmesan darüber streuen.

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