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Frische Brezn gefällig? Aus der Tiefkühltruhe schmeckt es besser.

Stiftung Warentest

Schmecken Tiefkühlbrezen wirklich besser?

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Tiefkühlbrezen schmecken besser, befindet ein Prüfkomitee in der aktuellen test-Zeitschrift der Stiftung Warentest. Und wie sieht es bei der Schadstoffbelastung aus?

Die Stiftung Warentest hat 17 Laugenbrezen untersucht, davon zehn tiefgefrorene zum Aufbacken für zu Hause (eine davon bio) sowie sieben fertiggebackene von großen Back-Ketten oder aus Discounter-Aufbackstationen.

Ein Komitee aus geschulten Prüf­personen beurteilte die Brezen nach den Kriterien Konsistenz, Mund­gefühl, Geruch, Aussehen und Geschmack. Auch eine Schad­stoff-Analyse sowie die Bewertung der Verpackung und Deklaration flossen in die Endnote mit ein.

Tiefkühlbrezen schmecken knuspriger und frischer

Das überraschende Ergebnis: Die Tiefkühlbrezen haben die Nase vorn - wenn auch nur leicht. Ihr Vorteil: Sie kommen frisch aus dem Ofen und schmecken dann einfach am frischesten und knusprigsten. Zwar wird auch im Laden frisch gebacken, doch können die Brezen dort schon einige Zeit liegen, bevor sie verkauft werden.

Salzgehalt bei Laugenbrezen sehr hoch - auch ohne Hagelsalz

Ein weiteres Plus der Tiefkühlbrezn: Der Kunde hat es selbst in der Hand, wie viel vom beigegebenen Hagelsalz er auf die ungebackenen Rohlinge streut. Eine Laugenbreze enthält schon ohne extra aufgestreutes Salz 1,5 Gramm pro Stück – das deckt ein Viertel der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen täglichen maximalen Verzehrmenge ab. Mit aufgestreutem Salz können es auch mal mehr als 50 Prozent sein.

Keine Probleme mit Aluminium und anderen Schadstoffen

Bis vor kurzem fanden Kontrolleure des Bayerische Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit noch regelmäßig Laugenbrezen mit hoher Aluminiumbelastung. Vermutete Ursache waren Aluminiumbleche. Während des Backens kann die Lauge auf den Brezen das Metall aus dem Blech lösen, das dann ins Gebäck übergeht. Inzwischen nutzen viele Hersteller Edelstahlbleche und haben das Aluminiumproblem offenbar im Griff – das lässt zumindest der aktuelle Test vermuten: Die Brezen enthalten nur niedrige Gehalte des Stoffes.

Auch andere Schadstoffe wie Acrylamid, Mineralölbestandteile, Blei, Kadmium oder Schimmelpilzgifte konnten entweder gar nicht oder nur in geringen Mengen nachgewiesen werden. Fazit der Stiftung Warentest: Die Qualität der Brezen stimmt. Schlechter als befriedigend schnitt keine im Test ab.

jba

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