+
Der "Augustiner-Keller" an der Arnulfstraße ist im Sommer mit seinem schattenspendenden Blätterdach von 60 uralten Kastanien einer der Klassiker unter Münchens Biergärten.

Ein neues Wirtepaar führt den „Augustiner-Keller“

Süffiger Edelstoff aus dem Holzfass bleibt der Renner

Obwohl es ja heißt „Alles Neue macht der Mai“, setzt der neue „Augustiner-Keller“-Wirt Christian Vogler erst einmal auf die bewährten Klassiker des über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Biergartens an der Arnulfstraße 52 neben dem „Circus Krone“.

Allen voran gilt das für den Edelstoff vom Holzfass von Augustiner, der selbstverständlich nach wie vor der größte Renner ist und wegen der optimalen Lage ohne direkte Anwohner bis Mitternacht genossen werden kann. Alle seine Fans wissen schon, dass, wenn die Bierglocke läutet, gerade das neue Fass angezapft wird.

Mindestens genauso viel Zustimmung gibt es für die mit Petersilie gefüllten Hendl, die während des Grillens kräftig mit Butter eingepinselt werden und dementsprechend herrlich schmecken. Weitere Leckerbissen sind Haxn vom Spießgrill, hausgemachter Kartoffelsalat, Spanferkel, Steckerlfisch, Enten sowie die unvermeidliche Leibund- Magen-Speise für Süßmäuler vom in den Augen Voglers „besten Kaiserschmarrn-Koch Münchens“ oder auch das aus frischem Kraut gekochte Sauerkraut. „Als ich hierher kam, war ich begeistert von der Mannschaft, was ein Betrieb von der Größenordnung noch alles selber macht“, bekennt der neue Wirt freimütig. Trotzdem will er natürlich auch ein paar zukunftweisende Akzente setzen: Gerade bei Frauen macht er sich sicher damit beliebt, dass er die Karte neben den Spezialitäten aus der traditionellen, bayerischen Schmankerlküche um täglich wechselnde vegetarische Gerichte ergänzen will. Außerdem sollen in einer Riesenpfanne unter einem Schirm mitten in dem Biergarten, der in zwei Jahren seinen 200. Geburtstag feiert, typische Köstlichkeiten wie Schnitzel aus Kalbsrücken oder Würstl vor den Gästen gebraten werden. Dort treffen die Stammgäste ab zehn Uhr morgens übrigens immer wieder liebend gerne auf langjährige Bedienungen wie die Senka, den Milos oder die Erna, die schon längst Promi-Status haben.

Eine attraktive Neuerung, die Vogler aus den „Augustiner-Bräustuben“ an der Landsberger Straße mitgebracht hat, ist die Bierstreifenkarte, mit der man sich selber ein Freibier schenken kann: Wer neun Bier bezahlt hat, kann sich das zehnte gratis gönnen. Außerdem wird bei den Mittagsgerichten jetzt immer ein Hauptgericht mit Getränk für unter zehn Euro dabei sein. Und für noch mehr zünftige Stimmung sorgen außer beim Sommerfest sowie zum Vatertag an Christi Himmelfahrt bald auch an jedem Wochenende eine Band mit Livemusik in dem Garten mit 5000 Plätzen (davon wird an 1000 bedient) sowie Schuhplattler oder Goaßlschnalzer sowie auch Kabarettveranstaltungen im großen Saal. Champions-League-Spiele und natürlich die Fußball-WM auf der Großleinwand sorgen ebenfalls für volle Ränge.

Erfolgsgarant für das Wirtepaar Petra und Christian Vogler, die drei Töchter großziehen, ist ihre Berufseinstellung: „Wirt ist eine Lebensweise, kein Job: Wer es mit ganzem Herzblut sein will, muss ein Gefühl für Menschen haben. So suchen wir beide ständig das Gespräch mit den Gästen. Gerade in der Singlestadt München wird man oft zum Seelenfreund, weil sie einfach etwas loswerden wollen.“ Das passiert häufig gerade bei den Besuchern der etwa 120 Stammtische, die das urtümliche Ambiente des „Augustiner-Kellers“ mit seinen 60 uralten Kastanien entscheidend mitprägen: Darunter befinden sich etwa ein Kreis von Arbeitskollegen und Bekannten, die sich schon seit 1947 regelmäßig zusammenhocken, ferner die Sigi-Sommer-Freunde oder der ARD-Stammtisch aus dem benachtbarten BR-Hochhaus.

Immer mehr etabliert sich der „Augustiner-Keller“, der mit der S-Bahn (Hackerbrücke oder Hauptbahnhof) und mit der Tramlinie 17 gut erreichbar ist und durch die Sommerpause des Zirkus zahlreiche Parkplätze in der Umgegend bieten kann, auch als Familienbiergarten: Hauptanziehungspunkt ist der gut einsehbare Spielplatz auf einem kleinen Hügel mit Biergarten. Hinzukommen wird am Sonntag eine Kinderbetreuung im Saal sowie Überraschungen für die Kleinen.

Der Lagerkeller macht den Biergarten wetterfest und ist einzigartig für Feiern

Gemütliches Ambiente im "Augustiner"-Lagerkeller.

Absolut einzigartig in München ist das urig-gemütliche Ambiente, dasder „Augustiner- Keller“ in dem beeindruckenden Tonnengewölbe seines Lagerkellers acht Meter unter der Erde bieten kann. Zwei hohe, röhrenartige Räume mit insgesamt 300 Plätzen, unverputzten, hellen Ziegelwänden, indirekter Beleuchtung, einem bewirteten 5800-Liter-Fass und einer Theke sind nebeneinander angeordnet. Der Keller eignet sich als hervorragender Rückzugsort bei Regen und stellt so einen weiteren Pluspunkt für den – damit stadtweit konkurrenzlos – wetterfesten Biergarten dar. Zum Genuss von Speis und Bier kann man dann in das Ziegelgewölbe hinuntersteigen, in dem bis zur Erfindung oberirdischer Kühlmethoden die Bierfässer unter Eiskühlung lagerten.

Aber darüber hinaus – und das hat sich bisher noch kaum herumgesprochen – taugt der 1807 erbaute Eiskeller als ein idealer Ort, an dem man in unverwechselbarer Atmosphäre private und betriebliche Feste aller Art feiern kann. „Scherzhaft formuliert, können wir mit unseren beiden parallelen, aber miteinander verbundenen Gewölben sogar Hochzeitsgesellschaften mit zwei Familien, die vielleicht untereinander noch etwas fremdeln, beste Bedingungen für eine gelungene Feier bieten“, erklärt Wirt Christian Vogler schmunzelnd.

Reservierungen:

Telefon:
089 - 59 43 93

E-Mail:
info@augustinerkeller.de

Internet:
www. augustinerkeller.de

BERND KREUELS

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kerne und Pflanzenteile können krank machen
In einen Smoothie sollte möglichst viel frisches Obst und Gemüse hineinkommen. Aber Achtung: Nicht jeder Kern oder jedes Teil einer Pflanze sollte man verwenden, sonst …
Kerne und Pflanzenteile können krank machen
Warum Sie Chips und Avocados einfrieren sollten
Sie wissen, dass Einfrieren Speisen haltbar macht. Aber ist Ihnen auch klar, dass Sie diese ungewöhnlichen Lebensmittel im Gefrierschrank lagern können?
Warum Sie Chips und Avocados einfrieren sollten
Igitt oder lecker? Saarländer erfindet Maggi-Eis
Die Speisewürze, die bisher Nudelsoßen, Suppen und Co. verfeinert hat, gibt es jetzt auch als Speiseeis. Da kann schon einmal die Frage aufkommen: Muss das sein?
Igitt oder lecker? Saarländer erfindet Maggi-Eis
Marketing-Placebo: Warum teurer Wein vielen besser schmeckt
Muss guter Wein teuer sein? Oder kann ein guter Tropfen auch wenig Geld kosten? Nicht immer zählt der Geschmack des Weines, wie eine Studie zeigt. Manchmal lassen wir …
Marketing-Placebo: Warum teurer Wein vielen besser schmeckt

Kommentare