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Welche Butter kommt bei Ihnen aufs Brot?

Alltagsfrage

Süßrahm oder mildgesäuert: Welche Butter müssen Sie zum Backen und Brotschmieren nehmen?

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Butter gehört für viele immer aufs Brot, egal unter welchen Belag. Auch beim Backen und Kochen ist sie unerlässlich. Aber nicht jede Sorte eignet sich für alles.

Stehen Sie auch manchmal vor dem Butterregal und fühlen sich von den unzähligen verschiedenen Herstellern und Sorten fast erschlagen? Manche greifen aus Gewohnheit immer zu derselben Butter, andere richten sich nach dem Preis und schlagen beim günstigsten Angebot zu. Aber was, wenn das die Süßrahmbutter ist, obwohl man eigentlich immer die mildgesäuerte nimmt? Macht das überhaupt einen Unterschied? Welche Buttersorte schmeckt wie und wie verwendet man sie?

Wie wird Butter gemacht?

Um die verschiedenen Buttersorten unterscheiden zu können, müssen wir einen Blick auf die Butterherstellung werfen. Diese ist ein uraltes Handwerk, das früher auf jedem Bauernhof mit Milchvieh betrieben wurde. Für ein Stück Butter, also 250 Gramm, braucht man ungefähr 4,5 Liter Milch.

Früher ließ man die Milch etwa zwei Tage stehen und schöpfte den Rahm, der sich dabei abspaltete, regelmäßig ab. Diese Sahne ließ man dann eine Weile reifen, um sie dann zu "buttern". Diese Arbeit war schweißtreibend. Beim Buttern von Hand wurde die Sahne so lange geschlagen, bis die Hülle der Fettkügelchen platzte und sich das Milchfett zu Butterkörnern verklumpte. Das ist heute immer noch so, allerdings werden Rahm und Magermilch mittlerweile per Zentrifuge getrennt. Danach wird die Sahne außerdem pasteurisiert, um alle unerwünschten Mikroorganismen abzutöten. Dann reift der Rahm und bei diesem Schritt kommt es endlich zur Unterteilung der verschiedenen Buttersorten.

Weiterlesen: Butter bei Stiftung Warentest: So schneidet "Ihre" Butter ab

Das ist Süßrahmbutter

Süßrahmbutter reift ohne Zusatz von Milchsäurebakterien aus Milch, Sahne oder Molkenrahm. Sie schmeckt sahnig und mild. In der Küche wird vor allem Süßrahmbutter verwendet, um Soßen oder Suppen sämiger zu machen, da sie nicht so schnell ausflockt. Auch zum Verfeinern von gedünstetem Gemüse verwenden Köche lieber diese Butter. Am Frühstückstisch passt Süßrahmbutter am besten zu Marmelade, Honig und anderen süßen Brotaufstrichen. Zum Backen von Kuchen, Torten und Keksen ist sie besser geeignet als die anderen Varianten.

Mildgesäuerte Butter

Mildgesäuerte Butter ist Süßrahmbutter, die nach der Reifung mit Milchsäurebakterien versetzt wird. So bekommt sie einen mild-säuerlichen Geschmack und ist vielseitig einsetzbar. Deshalb ist das Multitalent wohl auch die beliebteste Buttersorte in Deutschland. Die mildgesäuerte Butter eignet sich gut als Unterlage für Käse, Wurst und säuerliche Marmeladen, Sie verfeinern mit ihr aber auch Aufläufe und Gemüse.

Sauerrahmbutter

Sauerrahmbutter startet ebenfalls wie die Süßrahmbutter. Bei dieser Sorte werden dann aber Milchsäurebakterienkulturen oder Milchsäure vor der Reifung eingeknetet. Durch diesen zusätzlichen Arbeitsschritt entwickelt Sauerrahmbutter ihren typischen säuerlichen und deftigen Geschmack. In der Küche verwenden Sie Sauerrahmbutter deshalb für Gulasch, Wildfleisch, Suppe und andere herzhafte Speisen - oder auch einfach auf dem Schinkenbrot.

Geschmacklich mögen sich Süßrahm-, Sauerrahm- und mildgesäuerte Butter unterscheiden, ihr Fettgehalt ist aber identisch. Sie können also ganz nach Ihren persönlichen Vorlieben gehen.

Lesen Sie auch: Warum ist Butter eigentlich so teuer geworden?

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