„So soll es natürlich nicht sein“

Kundin bekommt saftige Rechnung für Thermomix-Reparatur: „Bin nun sehr überrascht“

  • Maria Dirschauer
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Der Thermomix ist ein beliebter Küchenhelfer, aber nicht gerade günstig. Selbst eine kleine Reparatur kann teuer werden – wie eine Kundin jetzt feststellen musste.

Die vielfältig einsatzfähige Küchenmaschine Thermomix* von Vorwerk ist besonders bei Menschen beliebt, die nicht lange in der Küche stehen und mit mehreren Töpfen und Pfannen hantieren wollen. Stattdessen übernimmt ein Gerät quasi alle Schritte, die man normalerweise per Hand macht: von kleinschneiden über andünsten bis kochen und rühren. Kritiker nennen derweil Nachteile wie die hohe Lautstärke, die starke Dampfentwicklung und dass die Kreativität beim Kochen verloren gehe, wenn man starr den Rezeptschritten des Geräts folge.

Aber ein Nachteil schreckt wohl die meisten Interessenten vom Kauf ab: Der Thermomix ist sehr kostspielig. Nicht jeder Verbraucher kann sich mal eben ein Küchengerät für über 1000 Euro leisten. Und selbst wenn: Hat man den Thermomix erstmal, können immer noch Reparaturen fällig werden, die den Geldbeutel gehörig strapazieren. Das musste jüngst auch eine Kundin feststellen, die ihr Erlebnis auf Facebook teilte.

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Thermomix: Kundin ärgert sich über hohe Reparaturkosten

Die Frau hatte ihr Gerät wegen technischer Probleme an den Hersteller Vorwerk zurückgeschickt: Die Waage hatte nicht mehr funktioniert. Im Falle des Thermomixes nicht nur ärgerlich, weil man dann ein anderes Gerät nutzen muss, sondern weil dann auch die sogenannte Guided-Cooking-Funktion (das Gerät leitet Sie Schritt für Schritt durch ein Rezept) nicht mehr wie gewohnt benutzt werden kann.

Wie die Frau in ihrem Post auf der Facebook-Seite von Thermomix Deutschland berichtet, wurde ihr nach Schilderung des Problems eine Pauschale von 99 Euro für die Reparatur genannt. Daraufhin habe sie das Gerät eingeschickt und schon nach drei Tagen die Information erhalten, dass es auf dem Weg zurück zu ihr sei. Für die schnelle Bearbeitung bedankt sie sich an der Stelle im Post sogar. Aber als sie die beiliegende Rechnung erblickt, trifft sie fast der Schlag: Der Preis für die Reparatur beträgt satte 199 Euro – also 100 Euro mehr als zuvor veranschlagt. Der Grund sei gewesen, dass das gesamte Zentralmodul ausgetauscht werden musste.

Die Kundin ärgert sich verständlicherweise über diese wesentlich höhere Rechnung und schreibt, dass sie sich unter diesen Umständen gegen eine Reparatur entschieden hätte.

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Saftige Rechnung für Thermomix-Reparatur: Kundin beschwert sich auf Facebook – Vorwerk reagiert

Das Moderationsteam von Vorwerk reagiert zügig auf die Kundenbeschwerde: „So soll es natürlich nicht sein“, schreiben sie in einer Antwort an die Kundin und bieten ihr an, ihr Anliegen zu prüfen. Dazu solle sie ihre Kontaktdaten und Rechnungsnummer in einer privaten Nachricht an die Facebookseite des Herstellers schicken. Aus diesem Grund kann man leider bei Facebook nicht nachverfolgen, ob sich Vorwerk und die verärgerte Kundin einigen konnten.

Ebenfalls interessant: Gegebenenfalls müsste so ein technischer Fehler auch gar nicht bezahlt werden, sondern könnte vom Hersteller auf Kulanz repariert werden. Die Frau schrieb in ihrem Post: „Auf verschiedenen Plattformen häuften sich die Kommentare, dass diese Reparatur sogar aus Kulanz kostenfrei bearbeitet wurde.“ Auch andere Kommentatoren berichten, dass es sich um ein bekanntes Problem handle und die Waage bei ihnen aus Kulanz repariert wurde. Im Angesicht dessen ist so eine hohe Rechnung natürlich noch einmal ärgerlicher.

Eine andere Thermomix-Kundin berichtet derweil davon, wie sie sich bei dem Problem selbst geholfen hat: „Als es wieder mal so weit war, habe ich die Standfüßchen gut gereinigt, und es war alles OK. Dann wieder mal hab ich einfach abgewartet, und siehe da: die Waage hat sich wieder eingependelt, und es ist alles gut.“ Also nicht verzagen, sondern es vielleicht zuerst mit diesen Tipps versuchen – bevor am Ende eine saftige Rechnung für eine Reparatur ins Haus flattert. (mad) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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