Klein und knackig: Woher kommen Baby-Karotten?
+
Klein und knackig: Woher kommen Baby-Karotten?

Hätten Sie's geglaubt?

Die traurige Wahrheit über Baby-Karotten

  • Anne Tessin
    VonAnne Tessin
    schließen

Babykarotten sind klein, lecker und der perfekte Snack für zwischendurch. Aber wo kommen die Minikarotten eigentlich her? Die Wahrheit ist unglaublich.

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wo eigentlich die kleinen Baby-Karotten herkommen? Sind sie eine Spezialzüchtung? Werden sie extra klein und knackig geerntet? Pustekuchen! Die Wahrheit ist profan und ganz schön traurig: Die Mini-Karotten sind normal große Karotten, die für den Verkauf zu hässlich sind oder nicht der Karotten-Norm entsprechen. Diese Exemplare werden dann auf ansehnliche Minigröße zurechtgeraspelt.

Nur schöne Karotten kommen in den Verkauf

Die Karottenselektion ist hart. Weder krumme, noch gegabelte oder farblich unschöne Karotten genügen den Ansprüchen der Supermärkte. Auch viele Kunden wollen nur Gemüse mit Schönheitspreis auf ihrem Teller. Deshalb werden die Karotten in speziellen Maschinen zur Zierkarotte verkleinert, damit sie doch noch verkauft werden können. Eklig, aber gang und gäbe: Ein anschließendes Chlorbad tötet Bakterien ab und macht die Karotten haltbar, wie die Huffingtonpost berichtet.

Verwertung statt in den Müll: Rettet das Essen!

Was passiert mit dem Rest der Karotte?

Die Mini-Karotte klingt erst einmal wie die Reinform Lebensmittelverschwendung, ist aber eher das Gegenteil. Die abgehobelten Teile der Karotte werden zu Karottensaft oder Komposterde verarbeitet, oder sie reichern Tierfutter an. 

Besser wäre es natürlich, wenn Supermärkte auch "hässliches" Gemüse verkaufen würden. Vorreiter sind hier die Discounter, wie rp-online.de berichtet. Besonders im Bio-Sortiment landet hier auch Obst und Gemüse mit Form- und Farbfehlern im Regal. Ohne Preisnachlass, schließlich seien sie qualitativ und geschmacklich einwandfrei, heißt es.

Diese höhere Toleranz zahlt sich bei den Bauern aus. Sie können "größere Mengen zu angemesseneren Preisen in den Handel bringen", so Axel Altenweger, Betriebsleiter auf dem Klostergut Wiebrechtshausen gegenüber rp-online.

Ob sich da das Ende der Baby-Karotte abzeichnet, bleibt abzuwarten.

Schwanger? Welche Lebensmittel tabu sind

Video: Glomex

Lesen Sie auch: Diese Torte muss nach 50 Jahren umbenannt werden

ante

12 Lebensmittel, die Sie völlig falsch aufbewahren

Ein bunter Obstkorb sieht toll aus – doch Früchte haben ganz unterschiedliche Ansprüche an die richtige Lagerung.
Diese beiden gehören nicht zusammen. Zitrusfrüchte fühlen sich bei Zimmertemperatur oder etwas kühler wohl. Das Gleiche gilt für Banane, Melone und Mango. Eine breite Schale oder ein Korb sind ideal, damit sie viel Luft abbekommen.
Hätten Sie’s gewusst? Feige und Kiwi gehören in den Kühlschrank.
Für Äpfel und Birnen ist der Keller der beste Ort. Um Druckstellen zu vermeiden, am besten ein paar Lagen Zeitungspapier unterlegen und die Früchte ab und an drehen.
12 Lebensmittel, die Sie völlig falsch aufbewahren

Auch interessant

Kommentare