Tasse Cappuccino, Milchschaum in Herzform, Liebe
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Cappuccino, Latte Macchiato, Espresso lungo ... Blicken Sie da durch?

Im Kaffee-Dschungel

Was ist der Unterschied zwischen Latte Macchiato, Cappuccino & Co.?

  • Franziska Kaindl
    VonFranziska Kaindl
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Ob Cappuccino oder Espresso: Der tägliche Kaffee ist für viele Deutsche ein Muss. Doch wissen Sie, was all diese Kaffeevariationen voneinander unterscheidet?

Was trinken die Deutschen jeden Morgen vor der Arbeit? Kaffee – und zwar in allen Sorten und Variationen. Manche bevorzugen ihren Kaffee schwarz, andere mögen ihn lieber mit viel Milch und Zucker. Und wieder andere probieren eine Sorte Kaffee und bleiben einfach ihr Leben lang dabei.

Denn die Auswahl ist so groß, dass man kaum weiß, was eigentlich die Unterschiede zwischen den ganzen Variationen sind. "Ist nicht überall einfach Kaffee und Milch drin?", denken sich einige. Doch so leicht ist es nicht. Hier erfahren Sie, was Latte Macchiato, Milchkaffee und Co. voneinander unterscheidet.

Espresso

Der Espresso ist Grundlage vieler Kaffeevariationen – doch was ist eigentlich drin? Um Espresso herzustellen, wird heißes Wasser mit hohem Druck durch fein gemahlenes Kaffeemehl gepresst. Die Bohnen wurden zuvor dunkel geröstet. Die helle Schicht an der Oberfläche wird als Crema bezeichnet. Der fertige Espresso wird anschließend in einer kleinen Tasse von circa 40 Milliliter Fassungsvermögen serviert.

Doppelter Espresso, Espresso lungo und Espresso ristretto

Der doppelte Espresso oder Espresso doppio ist genau das: Zwei einfache Espresso in einer Tasse. Der Espresso lungo hingegen wird "verlängert", indem doppelt so viel Wasser verwendet wird als beim Einfachen. Der Espresso ristretto wird im Gegensatz zum lungo mit weniger Wasser zubereitet.

Cappuccino

Der Cappuccino wird zu einem Drittel aus Espresso  und zu zwei Dritteln aus aufgeschäumter, warmer Milch zusammengesetzt. Auf diese Weise setzt sich die Crema des Espresso auf den Milchschaum ab, auf den manche Baristas hübsche Motive für ihre Gäste zaubern. Das Getränk wird in einer bauchigen Tasse serviert.

Latte Macchiato

Der Latte Macchiato ist bekannt für seine drei Schichten: Zuerst wird Milch in ein hohes Glas gegeben, darauf platziert man dann ganz sanft einen festen Milchschaum und zum Schluss wird ein einfacher Espresso in einem dünnen Strahl durch die Milchschaumdecke in das Glas hineingegossen. Der Espresso setzt sich über der Milch fest, während der Milchschaum aufgrund seiner Leichtigkeit und geringeren Temperatur oben bleibt.

Milchkaffee

Beim Milchkaffee wird kein Espresso, sondern einfach Filterkaffee mit Milch gemischt. Beides sollte im Idealfall in einem Verhältnis von 50:50 stehen.

Café au Lait

Café au Lait ist einfach erklärt die französische Variante zu unserem Milchkaffee. Der einzige Unterschied ist, dass der Milchkaffee hin und wieder auch mit einem kleinen Milchschaum serviert wird, was bei einem Café au Lait nicht vorgesehen ist.

Caffè Latte

Der Caffè Latte setzt sich im Vergleich zum Milchkaffee oder Café au Lait nicht aus Filterkaffee, sondern einem doppelten Espresso und Milch zusammen. Letztere wird heiß aufgegossen. Diese Variante stammt aus Italien und wird meistens mit einer kleinen Schicht Milchschaum gekrönt.

Lesen Sie hier, ob Kaffee wirklich süchtig machen kann und warum Kaffee in Deutschland so teuer ist.

Von Franziska Kaindl

Schwarz und stark: Perfekter Kaffee ist Geschmackssache

Geschmackssache: Helle Röstungen sind fruchtiger und säurebetonter als dunkle. Foto: ars vivendi verlag/Thomas Schweiger
Heiß und dunkel: Frisch zubereitet schmeckt ein Espresso am besten. Foto: ars vivendi verlag/Daniel Duve
Espresso ist ein Aromakonzentrat - verwendet werden meist Bohnen aus dunklen Röstungen mit mehr Röstaromen. Foto: Deutscher Kaffeeverband
Schön cremig: Grundlage eines Cappuccino ist ein Espresso, der mit aufgeschäumter Milch verlängert wird. Foto: ars vivendi verlag/Thomas Schweiger
Schwarz und stark: Perfekter Kaffee ist Geschmackssache

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