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Auf Wasserflaschen findet sich immer ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Warum?

Alltagsfrage

Warum hat Wasser eigentlich ein Mindesthaltbarkeitsdatum?

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Haben Sie sich auch schon mal gewundert, warum auf Wasserflaschen ein Mindesthaltbarkeitsdatum aufgedruckt ist? Kann Wasser etwa schlecht werden?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Wurst, Milch oder Käse macht Sinn, aber auf Wasser? Kann Wasser schlecht werden? Und was passiert, wenn Sie Wasser trinken, dass sein Haltbarkeitsdatum schon überschritten hat?

Zunächst einmal: Wasser ist nicht gleich Wasser. Es gibt verschiedene Sorten, die alle unterschiedliche Merkmale haben.

Die verschiedenen Wassersorten

  • Trinkwasser (Leitungswasser) besteht aus Grund-, See-, Fluss- oder Quellwasser und enthält Minderalien. Es wird streng kontrolliert. Deshalb kann man es in Deutschland auch bedenkenlos trinken, während man in anderen Ländern wie Griechenland lieber nur Wasser aus Flaschen zu sich nehmen sollte. Der Geschmack und Härtegrad des Wassers variiert stark je nach Region.
  • Mineralwasser stammt aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen. Während es durch die Gesteinsschichten an die Oberfläche wandert, lösen sich Spurenelemente und Mineralien darin. Es wird am Quellort abgefüllt. Kohlensäure (die mancherorts natürlich vorkommt) darf zugeführt oder entzogen werden
  • Tafelwasser ist ein Gemisch aus verschiedenen Wasserarten wie z.B. Leitungswasser und Mineralwasser. Es ist deshalb kein Naturprodukt und unterliegt den Regularien von Trinkwasser. Mineralstoffe und Kohlensäure dürfen künstlich zugeführt werden
  • Quellwasser hat seinen Ursprung in unterirdischen Wasservorkommen. Es braucht keine amtliche Anerkennung und muss keine Mineralstoffe enthalten. Dafür unterliegt es aber den Anforderungen für Trinkwasser
  • Heilwasser stammt aus geschützten Wasservorkommen. Es wird am Quellort abgefüllt und ist ein Naturheilmittel, das dem Arzneimittelgesetzt unterliegt. Seine heilende Wirkung muss wissenschaftlich belegt sein und die Anwendungsgebiete (z.B. Magenprobleme) sind auf dem Etikett vermerkt

Kann Wasser schlecht werden?

Liegt es also an den enthaltenen Mineralien, dass Wasser ein Mindesthaltbarkeitsdatum hat? Oxidieren diese und werden schädlich? Oder verliert ein Heilwasser nach einer bestimmten Zeit seine Wirkung? Oder hängt es mit der Kohlensäure zusammen?

Die Antwort ist einfach: Nein, Wasser kann nicht schlecht werden. Das einzige, was passieren kann, ist dass Wasser nach ein paar Tagen in der offenen Flasche nicht mehr schmeckt.

„Ein Mindesthaltbarkeitsdatum ist dennoch gesetzlich vorgeschrieben und auf jeder Flasche zu finden", sagt Manuela Marin, Diplom-Ökotrophologin zur Bild. "Wenn die Flasche geöffnet ist, kann man es nahezu unbegrenzt trinken. Aber: Immer wieder verschließen, damit die Kohlensäure nicht entweicht oder Keime hereinkommen

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ante

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