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Wein aus dem Supermarkt unterscheidet sich vor allem bei den Zusatzstoffen von Winzerqualität.

Gepanscht

Wein aus dem Supermarkt: Sie werden nicht glauben, was hier in der Flasche landet

Mal eben schnell einen Wein zum Essen mit den Zutaten im Supermarkt kaufen - diese alltägliche Handlung werden Sie sich in Zukunft vielleicht überlegen.

Über den Hinweis, dass Wein vegan ist, wundern sich viele Verbraucher. Dabei steckt hinter dieser Angabe der Fakt, dass bei der Weinherstellung nicht immer nur Trauben und Winzerliebe zum Einsatz kommen.

So werden zum Klären des Weins beispielsweise Hühnereiweiß oder Fischblase verwenden. Um das Endprodukt zu erreichen, das schließlich in der Flasche und dann in Ihrem Glas landet, werden aber häufig noch viel mehr Zusatzstoffe genutzt. Zugelassen sind laut Sommelier Sebastian Bordthäuser über 50. Das geht nur, da Wein innerhalb der EU als Genussmittel gilt und nicht als Lebensmittel. So müssen die Hersteller kaum Zusatzstoffe oder Verfahren kennzeichnen. Schwefel, der zur Konservierung verwendet wird, ist einer der wenigen Stoffe, der ab einem gewissen Grenzwert vermerkt werden muss.

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Zucker, Fischblase und Aromen - Diese Stoffe landen im "Naturprodukt" Wein

Nicht deklarierte Stoffe sind vor allem für Allergiker und Veganer ein Problem, aber auch Weinliebhaber ohne diese "Einschränkungen" würden sich über manche der zugesetzte Stoffe wundern. Darunter finden sich tierische Produkte von den eben erwähnten Fischen und Hühnern, aber auch von Rindern und Schweinen. Außerdem können Zitronensäure zum Aufsäuern, Hefe, Aromastoffe, Proteine von Erbsen und Sojabohnen sowie Rübenzucker bei der Weinproduktion zum Einsatz kommen. Letzterer wird zugesetzt, um den Alkoholgehalt des Weines zu beeinflussen und das längst nicht nur bei billigen Supermarktweinen, sondern beispielsweise auch bei feinen Tropfen aus Frankreich. In Deutschland ist dieses Vorgehen zumindest bei Prädikatsweinen verboten.

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Supermarktwein und Winzerwein – Hier liegt der Unterschied

Weine, die im Supermarkt zu teils unschlagbar günstigen Preisen erhältlich sind, kommen zum Großteil von Großkellereien oder Genossenschaften. Nur ein sehr kleiner Teil wird direkt von Winzern bezogen und hier liegt der "Hund begraben". In Großbetrieben mit großem Durchsatz fehlt naturgemäß die Zeit, die der Wein braucht, um sein volles Potential zu entfalten. Die daraus folgenden Defizite versuchen die Hersteller dann mit deutlich mehr Zusatzstoffen und Verfahren auszugleichen, als Winzer verwenden würden. Danach schmeckt das, was in der Flasche ist, zwar (mal mehr, mal weniger) nach Wein - mit einem handwerklich sorgfältig gekelterten Wein vom Winzer hat es allerdings nur noch wenig zu tun.

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So erkennen Sie Winzerwein

Beim Blick auf das Etikett können Sie Winzerwein recht schnell erkennen. Achten Sie auf folgende Angaben:

  • Erzeugerabfüllung
  • Gutsabfüllung
  • Adresse des Winzers

Lesen Sie auf der Weinflasche nur "Abfüller", hat der Produzent entweder Wein zugekauft oder nur die Trauben und dann den Wein selbst hergestellt. Weine, die aus Erzeugerabfüllung oder Gutsabfüllung stammen, sind meist höherwertig.

Der vielbeachtete Naturkorken oder vielmehr seine Abwesenheit ist dagegen kein Qualitätsmerkmal mehr. Die Korkbaumdichte ist konstant geblieben, während immer mehr Wein produziert wird. Aus Kostengründen, aber auch aus Sorge vor minderwertigem Korken, gibt es deshalb mittlerweile auch immer mehr gute Weine mit Schraubverschluss oder synthetischem Korken. Bei teuren Spitzenweinen oder Weinen, die lange gelagert werden sollen, wird allerdings nach wie vor auf Kunststoffkorken verzichtet.

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