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Viele Menschen werfen den weißen Teil der Zitrone aus Unwissenheit weg, obwohl er sehr gesund ist

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Von: Anne Tessin

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Aufgeschnittene Zitronen
Zitronen sind gesund, aber die meisten werfen einen wichtigen Teil immer weg. © David Ebener/dpa

Zitronen sind gesund, haben einen tollen Geschmack und bereichern viele Gerichte. Dabei sind aber auch die weißen Bestandteile der Zitrusfrucht wichtig.

Zitronen sind wahre Vitaminbomben und haben auch noch einen tollen Geschmack. Zudem kann Zitronenwasser beim Abnehmen helfen. Viele verwenden aber nur den Saft oder gerade noch so den Schalenabrieb. Dabei ist die ganze Frucht wertvoll, auch die weißen Bestandteile. Die Schicht, die sich zwischen der Schale und dem Fruchtfleisch der Zitrone und allen anderen Zitrusfrüchten befindet hat im Deutschen keinen Namen, deshalb behelfen wir uns mit der etwas holprigen Bezeichnung „das Weiße“ oder „die weiße Haut“. Botanisch korrekt heißt es aber Mesokarp, also „Mittelfrucht“.

So viel Gutes steckt im Weißen der Zitrone

Das Weiße einer Zitrone oder Orange ist zäh und wird in der Regel sorgfältig entfernt. Manche Menschen ergehen sich dabei in minutenlangen Sezierarbeiten, während andere etwas toleranter sind und schon mal ein paar weiße Fetzen mitessen. Letztere haben davon mehrere Vorteile: In der weißen Mittelschicht findet sich genauso viel Vitamin C wie im Fruchtfleisch. Zusätzlich sind noch Bioflavonoide enthalten. Diese Antioxidantien sollen vor freien Radikalen schützen. Und zu guter Letzt besteht das Weiße der Zitrone aus Ballaststoffen, die unverdaulich sind und so ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl ergeben. Wenn Sie ganze Zitronen essen, sparen Sie also auch noch Kalorien.

So schmeckt das Weiße von Zitronen

Das Mundgefühl ist etwas seltsam, aber der Geschmackstest ergibt: Das Weiße von Zitronen und Orangen schmeckt nicht bitter. Für das Empfinden der meisten Menschen, ist es sogar ziemlich geschmacksneutral. Wenn Sie partout nicht gegen das Essgefühl ankommen, dann können Sie versuchen, die komplette Zitrone samt Schale zu pürieren. Damit verleihen Sie dann fadem Leitungswasser Geschmack und zaubern es ganz nebenbei auch noch gesünder. Oder Sie nutzen den Fruchtbrei für Eistee oder andere leckere Getränke und Gerichte.

Verwenden Sie nur Bio-Zitronen

Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber wenn Sie die Schale mitessen, ist es Pflicht: Verwenden Sie nur Zitronen aus kontrolliert biologischem Anbau. Diese haben keine Pestizide oder Pilzmittel auf der Schale. Die Bio-Zitronen schimmeln leider viel schneller und deshalb sollten Sie die Früchte einfrieren, wenn Sie sie nicht sofort genießen können. Waschen und trocknen Sie sie vorher einfach gründlich ab und legen Sie dann im Ganzen ins Gefrierfach. Übrigens: Mit einem einfachen Trick bleiben Zitronen viel länger frisch.

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