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Heiße Tage sind nicht ungefährlich: Zu viel Sonne kann die Gesundheit gefährden. Wer ein paar Tipps beachtet, kann das heiße Wochenende trotzdem unbeschwert genießen.

Schatten und Suppe

10 ultimative Tipps: So vertragen Sie die Hitze am besten

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München - Weil sich der Sommer bisher eher zurückgehalten hat, ist die Freude auf das bevorstehende Wochenende besonders groß: Temperaturen über 30 Grad sind für München angesagt – die größte und wohl auch letzte Hitzewelle in diesem Jahr.

Verständlich, dass viele Münchner das schöne Wetter noch einmal richtig ausnutzen wollen. Doch Vorsicht: So hohe Temperaturen sind für den Körper nicht ungefährlich. Das Referat für Gesundheit und Umwelt gibt wertvolle Tipps, die man beherzigen sollte, damit das Sommer-Vergnügen ohne böse Folgen bleibt.

Tagesplanung: Passen Sie Ihre Vorhaben der Hitze an. Sofern das möglich ist, verschieben Sie Aktivitäten unter freiem Himmeln von der Mittagszeit auf die Morgen- und Abendstunden. Je höher die Sonne am Himmel steht, desto größer die Gefahr – selbst bei einem gemütlichen Kaffee in der Sonne.

Sport: Vermeiden Sie körperliche Belastungen, vor allem natürlich Sport. Wer körperlich hart arbeiten muss, sollte an heißen Tagen extra viel trinken. Heißt: pro Stunde zwei bis vier Gläser eines kühlen (nicht kalten), alkoholfreien Getränks.

Schatten statt Sonne: Wen es auch oder gerade an heißen Sommertagen nach draußen treibt, der sollte schattige Plätze der Sonne vorziehen. Sonnenhut und Sonnenbrille sind auch dann wichtige Accessoires zum Schutz der Gesundheit.

Schutz für die Haut: Eine alte Erkenntnis, der oft zu wenig Beachtung geschenkt wird: Jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsrisiko – und macht Falten. Sonnencreme ist und bleibt wichtig, Lichtschutzfaktor 15 oder höher ist Pflicht. Auch wichtig: Die Creme muss vor UVA- und UVB-Strahlen schützen.

Vorsicht in Autos: Wie schnell sich ein geschlossenes Auto aufheizt, wird oft unterschätzt. Hat es draußen zum Beispiel 30 Grad, steigt die Temperatur im Auto schon nach 10 Minuten auf 37 Grad, nach 30 Minuten auf 46 Grad. Tiere oder Kinder dürfen deshalb niemals im Auto zurückgelassen werden. Auch nicht für einen kurzen Einkauf.

Genug trinken – aber nicht alles: Wer viel schwitzt, muss viel trinken. Gerade bei Hitze trocknet der Körper besonders schnell aus – auch dann, wenn man nicht aktiv Sport betreibt. Steigt die Körpertemperatur zum Beispiel nur um ein Grad an, etwa von den gesunden 37 auf 38 Grad, wie es bei Fieber der Fall ist, braucht der Körper täglich mindestens einen halben Liter mehr Flüssigkeit. Selbst ohne Schwitzen. Mit der Flüssigkeit verliert der Körper aber auch wertvolle Mineralstoffe. Um das auszugleichen, eignen sich natriumhaltiges Mineralwasser, Säfte, Suppen oder Brühen sowie wasserreiche Früchte wie Melonen, Gurken, Tomaten, Erdbeeren oder Pfirsiche. Wer viel Obst isst, darf das Trinken trotzdem nicht vergessen: Zusätzliche eineinhalb bis zwei Liter sind Pflicht. Wichtig ist dabei auch, was man trinkt: Alkohol-, koffein- oder zuckerhaltige Getränke bewirken eher das Gegenteil – sie trocknen den Körper zusätzlich aus. Auch von sehr kalten Getränken rät das Referat für Umwelt und Gesundheit ab. Ist der Körper erhitzt, führen zu kalte Getränke schnell zu Magenbeschwerden.

Hunger: Große, schwere Mahlzeiten nötigen dem Körper Schwerarbeit ab. An heißen Tagen ist es deshalb ratsam, die Gewohnheiten ein bisschen zu ändern und auch einmal zu verzichten: Essen Sie lieber auf den ganzen Tag verteilt mehrere kleine, leichte Mahlzeiten.

Raumklima: Auch drinnen ist’s an heißen Tagen nicht immer angenehm. Wichtig ist, unbedingt aber nur morgens, abends und nachts zu lüften, und zwar so, dass die kühle Luft gut durch alle Räume ziehen kann. Tagsüber hingegen sollten die Fenster unbedingt geschlossen bleiben, mehr noch: Dunkeln Sie die Räume tagsüber mit Rollläden und Vorhängen ab, so heizt sich die Wohnung weitaus weniger auf.

Abkühlungen für zwischendurch: Wer tropische Temperaturen trotz aller Tipps nur schwer aushalten kann, sollte sich zwischendurch unbedingt abkühlen. Wer zuhause ist, kann sich die Zeit nehmen, unter die Dusche zu springen oder ein kühles Bad zu nehmen. Wer arbeiten muss oder unterwegs ist, kann auch etwas tun: Lassen Sie sich häufiger kühles Wasser über die Handgelenke laufen oder streichen sie damit über die Arme. Das kann Wunder wirken. Wem das nicht reicht, der kann sich außerdem eine feuchtkühle Kompresse auf Stirn oder Nacken legen, oder der Augenpartie zwischendurch einmal eine gekühlte Gelmaske gönnen. Betupfen Sie die Schläfen, Hals und die Stelle hinter den Ohren mit kaltem Wasser oder einem Eisstift. Und wenn’s schnell gehen muss: Ein Thermalwasserspray für Gesicht, Arme und Dekolleté hat den gleichen kühlenden Effekt. Auch kühlende Fußbalsame sind in der Drogerie erhältlich, Franzbranntwein hilft außerdem auf Rücken und Beinen.

Die Kleidung macht den Unterschied: Schwarz zieht die Sonne bekanntlich an. Dunkle Kleidung macht heiße Tage deshalb noch unangenehmer, der Körper überhitzt schneller. Das Referat für Gesundheit und Umwelt rät zu leichter, weiter Kleidung in hellen Farben – am besten aus Baumwolle.

Franziska Bär

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