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Sie schaffen keine 10.000 Schritte am Tag? Auch 2.000 wirken vorbeugend gegen Krebs, so Forscher

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Von: Juliane Gutmann

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10.000 Schritte am Tag zurücklegen: das Ziel vieler Menschen. Eine Studie zeigt: Das Risiko für Krebs und Herz-Erkrankungen sinkt auch mit weniger Schritten.

Abends auf dem Sofa zeigt der Schrittzähler der Fitness-Uhr erst 3.000 Schritte an? Für viele ein Motivator, um nochmal eine Runde draußen zu drehen. Denn die Faustregel, dass 10.000 Schritte am Tag sehr gesund sind, hält sich hartnäckig. Tatsächlich gilt: Je mehr Bewegung, desto besser – sofern es der Gesundheitszustand zulässt. Wer etwa eine Corona-Erkrankung hinter sich hat, sollte nicht sofort wieder mit dem Training beginnen.

Doch was ist dran an dem positiven Effekt von 10.000 Schritten am Tag? „Körperliche Aktivität senkt das Krebsrisiko, auch unabhängig davon, dass durch viel Bewegung ein gesundes Körpergewicht erhalten bleiben kann“, informiert die Deutsche Krebsgesellschaft auf ihrer Website. „Üben Sie so wenig wie möglich Tätigkeiten im Sitzen aus“, heißt es weiter. Bewegung wirke sich deshalb negativ auf die Entwicklung bösartiger Tumoren aus, da sie sogenannte Tumorsuppressorgene unterstützt, die das Wachstum von Krebszellen unterdrücken. Nachgewiesen wurde dieser Effekt für eine Reihe von Krebserkrankungen wie Brust- oder Dickdarmkrebs.

Junge Frau geht mit ihrem Hund
Wer einen Hund hat, geht täglich oft mehr als 10.000 Schritte. © Marcus Beckert/Imago

Auch das Herz profitiert von Bewegung. Bereits ein täglicher, zügiger Spaziergang von zehn Minuten senkt das persönliche Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 20 Prozent, heißt es auf den Seiten der Deutschen Herzstiftung.

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Bewegung senkt Risiko eines vorzeitigen Todes

Eine neue dänische Studie bestätigt, dass sich auch wenig Bewegung positiv auf das Krebs- und Herz-Erkrankungsrisiko auswirkt. Forschende um Borja del Pozo Cruz von der Syddansk Universitet in Odense hatten für ihre Analyse die Daten von 78.500 Studienteilnehmern der UK Datenbank, die seit 2006 Blutproben und Daten zu einer halben Million Briten gesammelt hatte, mit deren Schrittzahl verglichen. Sieben Tage lang hatten die Probanden dafür einen Schrittzähler getragen. In den folgenden sieben Jahren wurde unter anderem erfasst, welche Teilnehmer an Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verstarben.

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Das Ergebnis: Das Risiko eines vorzeitigen Todes sank pro 2.000 Schritte täglich um acht bis elf Prozent, wie das Ärzteblatt die Studie zitiert. Bei 10.000 Schritten sinke das Risiko um ganze 40 bis 55 Prozent, heißt es weiter. Bei denjenigen Probanden, die über 10.000 Schritte pro Tag gingen, war kein sicherer Vorteil erkennbar, so die Forscher. Sie weisen aber darauf hin, dass nur wenige der Studienteilnehmer mehr als 10.000 Schritte gingen.

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