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ADHS-Symptome im Überblick: Ist mein Kind betroffen? Was bei der Diagnose besonders wichtig ist

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Von: Juliane Gutmann

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Sie haben den Verdacht, Ihr Kind könnte an ADHS leiden? Welche Symptome Sie ernst nehmen sollten und an wen Sie sich wenden können, erfahren Sie hier.

Kinder durchlaufen verschiedenste Entwicklungsphasen. Bestimmte Verhaltensweisen sind je nach Alter vollkommen normal, da wäre die Trotzphase oder die Phase, in welcher die Eltern sehr viele Fragen beantworten müssen. Der Beginn der Schulzeit ist für viele Kinder mit extremen Veränderungen verbunden. So ist es für die meisten ungewohnt, eine Schulstunde auf dem Stuhl sitzen zu bleiben oder sich über lange Zeit auf ein Thema zu konzentrieren. Wenn die Konzentrationsschwierigkeiten anhalten und die Noten schlechter werden, machen sich viele Eltern Sorgen. Es kann dabei die Frage aufkommen: Leidet mein Kind vielleicht an ADHS, kurz für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung?

Je nachdem, ob ein Kind eher ruhig oder eher lebhaft ist, variieren auch dessen Verhaltensweisen. Die allermeisten bewegen sich in einem Rahmen, der von Medizinern und Psychologen als völlig normal eingestuft wird. Doch es gibt auch Verhaltensauffälligkeiten, die mit einem Leidensdruck für Kinder verbunden sind und die ihr Leben negativ beeinflussen. Dazu zählt die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Dabei handelt es sich um eine der häufigsten psychischen Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen, wie das Bundesgesundheitsministerium informiert. Man nimmt an, dass etwa zwei bis sechs Prozent aller Kinder und Jugendlichen unter krankhaften Störungen der Aufmerksamkeit und an motorischer Unruhe leiden, heißt es weiter. 24vita.de* zufolge ist jede fünfte Familie von ADHS bei Kindern betroffen.

Eine Packung des Medikaments Ritalin des Herstellers Novartis steht am 02.04.2011 in Arnsberg (Hochsauerlandkreis) auf einem Tisch, an dem ein zehnjähriger Junge seine Hausaufgaben erledigt. (Symbolbild)
Wird ADHS diagnostiziert, werden je nach Ausprägung der Krankheit Medikamente wie Ritalin verabreicht. (Symbolbild) © Julian Stratenschulte/dpa

Umfrage zum Thema ADHS

Ausgeprägte Unruhe und Konzentrationsstörungen: ADHS-Symptome ernst nehmen

Nur weil ein Lehrer oder eine Lehrerin oder andere betreuende Personen die Vermutung aussprechen, dass ein Kind an ADHS leidet, muss dies noch lange nicht der Fall sein. Die Diagnose ADHS kann nur durch einen Kinder- und Jugendpsychiater oder einen erfahrenen Kinder- und Jugendarzt erfolgen, der sich auf Diagnostik und Behandlung von ADHS spezialisiert hat, informiert das Portal Neurologen und Psychiater im Netz. Die drei Hauptanzeichen einer ADHS können dabei von Patient zu Patient unterschiedlich ausgeprägt sein, heißt es weiter.

Zu den drei Hauptsymptomen von ADHS zählen nach Informationen des Bundesgesundheitsministeriums und der Neurologen und Psychiater im Netz:

Wenn Ihr Kind derartige Verhaltensweisen zeigt, kann Ihnen Ihr behandelnder Kinderarzt weiterhelfen oder Sie an einen geeigneten Ansprechpartner weitervermitteln.

ADHS diagnostizieren

Bei Verdacht auf eine ADHS bedarf es einer gründlichen Abklärung durch einen Kinder- und Jugendpsychiater oder einen erfahrenen Kinder- und Jugendarzt, der sich auf Diagnostik und Behandlung von ADHS spezialisiert hat, so die Information vonseiten Neurologen und Psychiater im Netz. Ausschlaggebend sei die Erfahrung des behandelnden Arztes. ADHS-Symptome von altersgemäßen, typischen Verhaltensweisen und anderen Krankheiten abzugrenzen, sei nämlich nicht ganz einfach. So könnten auch Lernschwierigkeiten, depressive Verstimmungen oder Ängste die Symptome auslösen.

Sicher kann die ADHS erst nach dem 3. Lebensjahr diagnostiziert werden, heißt es weiter. Ein wichtiger Bestandteil sind neben der Befragung der Kinder und/oder deren Eltern eine körperliche Untersuchung und eine Prüfung des Entwicklungsstandes des Kindes – in Hinblick auf die soziale aber auch schulische Entwicklung. Auch die Verhaltensbeobachtung und -bewertung spielen eine wichtige Rolle in der Diagnose der ADHS. (jg) *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Quellen: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/; https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugend-psychiatrie/

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