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Drastische Alkohol-Grenzwerte für Unter-40-Jährige: Maximal zwei Esslöffel Wein pro Tag laut Studie

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Von: Juliane Gutmann

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Alkohol schadet Hirn und Leber. Entsprechend warnen Gesundheitsbehörden vor übermäßigem Konsum. Unter-40-Jährige sollten einer Studie zufolge gar keinen Alkohol trinken.

Gemütlich mit Freunden, Kollegen oder Familie zusammenzusitzen: So sieht bei vielen der Feierabend aus. In Bars, Biergärten oder auf der heimischen Terrasse fließt dabei oft Alkohol in Form von Wein, Bier, Gin- oder Rum-Mischgetränken in die Gläser. Bei Alkohol handelt es sich um eine chemische Verbindung, das sogenannte Ethanol. Dieses hat euphorisierende Wirkung und wird als Droge eingestuft. Übermäßiger Konsum hat fatale Folgen: Leberzirrhose, Alkoholsucht, Nervenschäden im Gehirn bis hin zu Krebs. Die empfohlenen Höchstmengen Alkohol laut Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen:

Mit Bier gefüllte Plastikbecher
Ob im Biergarten oder auf dem Festival: Bier wird von vielen Menschen täglich getrunken. © Imago

Mehr als zwei Esslöffel Wein pro Tag sind für jüngere Frauen bereits mit höherem Krankheitsrisiko verbunden

Sie trinken mehr? Damit sind Sie nicht allein. Alkohol gilt nicht nur in Deutschland als gesellschaftlich akzeptierte Droge. Viele Mediziner und Gesundheitsverbände warnen regelmäßig, dass diese Akzeptanz schwerwiegende Folgen fürs Gesundheitssystem hat. Denn die Behandlung von Suchterkrankungen und deren Folgen ist oft langwierig und teuer.

Immer neue Studien zeigen auf, welche Auswirkungen Alkohol auf den Körper haben kann. Ein internationales Forscherteam kam jetzt zu dem Schluss, dass Menschen unter 40 Jahren Wein, Bier und andere alkoholische Getränke komplett meiden sollten. Jüngere Frauen sollten höchstens zwei Esslöffel Wein oder 100 Milliliter Bier pro Tag trinken, zitiert die Deutsche Presseagentur die Forscher, die ihre Studie in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichten. Noch drastischer laute die Empfehlung für jüngere Männer: maximal ein Schnapsglas (40 ml) voll Bier oder zwei Teelöffel Wein pro Tag würden keine negativen Folgen haben, heißt es.

Alkohol erhöht Krebsrisiko

Die neu veröffentlichte Studie basiert auf den Daten der Global Burden of Disease Study 2020. Auf Grundlage dieser groß angelegten Studie konnte analysiert werden, wie oft es alkoholbedingt zu Schlaganfall, Herzkrankheit, Vorhofflimmern und -flattern, Lippen- und Mundhöhlenkrebs, Rachenkrebs, Kehlkopfkrebs, Dickdarm- und Mastdarmkrebs, Brustkrebs, Leberkrebs, Typ-2-Diabetes, Leberzirrhose, Verkehrsunfällen, Selbstverletzungen und zwischenmenschlicher Gewalt kam. Oben genannte Höchstwerte (für Frauen bis 40 Jahre: höchstens zwei Esslöffel Wein oder 100 Milliliter Bier pro Tag; für Männer bis 40 Jahre: maximal ein Schnapsglas (40 ml) voll Bier oder zwei Teelöffel Wein pro Tag) hatten keinen negativen Einfluss auf diese Reihe von Gesundheitsgefährdern.

Mehr Informationen zur Studie Population-level risks of alcohol consumption by amount, geography, age, sex, and year: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2020

Veröffentlichungsdatum: 16. Juli 2022

Untersuchungszeitraum und Umfang: Verwendung der Daten der Global Burden of Diseases, Injuries, and Risk Factors Study (GBD) 2020, die von 1990 bis 2020 lief

Veröffentlicht im Fachjournal The Lancet

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