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Selbsthilfegruppen oder ambulante Beratungsstellen könnten Angehörigen oder Freunden von Suchtkranken helfen.

Alkoholkranke nicht 'decken'

Berlin -  Oft entwickelt sich der Missbrauch schleichend. Doch wenn der Alkohol Probleme macht, müssen Alkoholkranke Menschen im Kampf gegen die Sucht selbst aktiv werden.

Keinesfalls sollten Angehörige oder Freunde sie dabei unterstützen, die Suchterkrankung zu verstecken. Wer helfen wolle, müsse sich zunächst fragen: „Helfe ich beim Erkennen oder beim Leugnen des Problems?“ rät Christa Roth-Sackenheim, Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Psychiater (BVDP). Wichtig sei es, auch an die eigene psychische Gesundheit zu denken und lernen, sich konsequent zu verhalten. Selbsthilfegruppen oder ambulante Beratungsstellen könnten Angehörigen oder Freunden von Suchtkranken dabei helfen.

„Eine positive Änderung des Trinkverhaltens kann nur dann stattfinden, wenn der Süchtige selbst aktiv wird. Das ist in der Regel nur dann der Fall, wenn die Betroffenen die Verantwortung für ihr Handeln selbst tragen müssen und sich auch mit den negativen Konsequenzen auseinandersetzen“, sagt die Psychiaterin. Manche Süchtige bräuchten Jahre, bis sie sich ihre Erkrankung eingestünden. „Denn Teil des Krankheitsbildes ist auch, dass die Einsicht fehlt, dass man abhängig ist.“

dapd

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